Psychische Gewalt – Emotionale Misshandlung

 

Dieser Text ist eine teilweise ergänzte Übersetzung des Artikels Emotional Abusers von Natalie P,  erschienen in den Manipulator Files von www.heartlessbitches.com.

 

Psychische Gewalt ist heimtückisch. Körperliche Gewalt ist eindeutig, psychische Gewalt ist es nicht, niemand sieht die Verletzungen. Psychische Gewalt wird verdeckt ausgeübt. Die Täter manipulieren, handeln offen oder passiv-aggressiv.

Nur wenige Frauen werden von ihrem Partner in der Öffentlichkeit beleidigt und vor Zeugen abgewertet, fertiggemacht oder tyrannisiert.

Wer psychische Gewalt ausübt, geht meist strategisch vor. Die Partnerin erkennt zu spät, dass Sie Opfer häuslicher Gewalt ist. Meist dauert es Jahre, bis die Betroffenen begreifen, dass ein Großteil ihres Leidens durch das feindselige Verhalten des Menschen verursacht wird, der vorgibt, sie zu lieben.

Psychische Gewalt ist ein feindseliger Angriff auf das Denken, die Psyche, die Wahrnehmung und das Sein des Opfers. Je länger man dieser Gewalt ausgesetzt ist, desto größer werden die Selbstzweifel: Botschaften und Verhalten des Täters führen dazu, dass Betroffene an der eigenen Wahrnehmung und dem eigenen Verstand zweifeln. Es gehört zur Strategie des „Partners“, dem Opfer einzureden, dass die Grausamkeiten verdient, dass es an ihr liegt; dass die Beziehung ihretwegen in der Schieflage ist und es daher auch ihre alleinige Verantwortung ist, dass die Partnerschaft für ihn zufriedenstellender und befriedigender läuft.  Dann – und nur dann – könnte er sie anders behandeln. SIE muss ihr Verhalten verändern. Es gehört zur Strategie des „Partners“, ihr das Gefühl zu vermitteln, sie sei schuld daran, dass er sie so behandelt, wie er es tut: sein Verhalten sei nur eine Reaktion auf IHRE (fehlerhafte) Person.

Daher habe die Partnerin zu akzeptieren:

  • vom Partner belogen zu werden
  • vom Partner stehengelassen zu werden
  • vor anderen lächerlich gemacht zu werden
  • dass ihr Partner mit anderen Frauen flirtet
  • dass ihr Partner sich über sie lustig macht
  • dass ihr Partner sich über sie beschwert und schlecht über sie spricht
  • dass ihre Gefühle immer wieder verletzt werden
  • dass sie wie ein Putzlappen behandelt wird
  • dass er sie betrügt
  • dass sie den gemeinsamen Lebensunterhalt zu finanzieren und den Haushalt zu schmeißen hat
  • … und vieles mehr

Warum tut er das?

Destruktive Partner, egal ob sie zuschlagen oder „nur“ psychisch/emotional/seelische oder verbal, missbrauchen, misshandeln, quälen, manipulieren, etc. – tun dies aufgrund von Selbsthass. Manche leiden unter psychischen Störungen, andere nicht. Psychische Gewalt hat aber nur äußerst selten eine Ursache im tatsächlichen Verhalten der Partnerin. Nichts hält diese Menschen davon ab, ihre Partnerin zu misshandeln.

Ein Partner, der psychische Gewalt ausübt und damit WIRKLICH aufzuhören will, kann sich nur ändern, wenn er sich seiner eigenen Themen annimmt und an ihnen arbeitet. Nur dann kann er aufhören, diejenigen, die ihm am nächsten stehen zu misshandeln.

Aber er liebt mich doch?!

„… aber ich weiß, dass er mich liebt!“, dieser Satz hält zahlreiche Betroffene gefangen in einer Konstellation, in der die Misshandlungen immer weiter zunehmen.

Emotionaler Missbraucht bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Täter nie Reue empfindet. ABER: Reue ist etwas anderes als Scham. Wer bereut, wird seine Tat nicht wiederholen. Wer sich schämt, bereut v.a., erwischt worden zu sein und möchte gerne, dass alles unter den Teppich gekehrt wird. Scham bedeutet nicht, Mitgefühl für die Person zu empfinden, die verletzt wurde.

Erwarten Sie niemals Mitgefühl von einem solchen Partner, dazu ist es nicht willens und nicht fähig: Würde er sich auf Ihren Schmerz und Ihre Verletzung einlassen, müsste er seine Schuld anerkennen. Er müsste aushalten wie es sich anfühlt, erlebt zu haben, was er Ihnen zugefügt hat. Die Schuldgefühle wären nicht auszuhalten, es käme zu Selbstanklage und Selbstentwertung.

Schamgefühle führen nicht zu einer Abnahme von Partnerschaftsgewalt. Vielmehr lösen Sie Abwehr aus und führen dazu, dass Ihr Partner Ihnen gegenüber noch kälter, gemeiner, grausamer wird.

 

Sie sind schuld!

Glauben Sie nicht, dass es helfen wird, Ihren Partner darauf hinzuweisen, wie sehr er sie verletzt. Oder zu benennen, dass er sich gewalttätig verhält. Wagen Sie bloß nicht, ihn als Gewalttäter zu „outen“, auch nicht unter vier Augen. In mehr als neun von zehn Fällen geht der Schuss nach hinten los: Egal welchen Sachverhalt Sie ihm egal wie sanft darlegen: Rechnen Sie damit, dass er Ihnen die Schuld für sein Verhalten zuschreibt oder den Sachverhalt so zurechtbiegt, dass Sie am Ende die Täterin sind. Viele Täter führen an dieser Stelle den Umstand an, dass sie selber während seiner Kindheit missbraucht wurden, und somit, damals wie heute, selber in der Rolle des Opfers sind. Es ist wahr, dass viele Täter früher selber Opfer oder Zeuge von Gewalt und Missbrauch waren.

Natürlich ist es möglich, dass weibliche Missbrauchs-Überlebende zu Täterinnen werden, meist werden jedoch Frauen ohne ausreichende therapeutische Interventionen eher zu Opfern und männliche Überlebende eher zu Tätern.

Um sein Verhalten effektiv zu ändern, müsste der Gefühlstäter, wie der Suchtkranke, zu seinem unangepassten Verhalten stehen, sich ihm stellen und Hilfe suchen. WARNUNG: „Er hat eine Psychotherapie begonnen“ verheißt i.d.R. keine Besserung sondern das genaue Gegenteil! Psychotherapie macht aus einem Gefühlstäter noch lange keinen „sicheren“ oder liebevollen Partner. Es wird Jahre dauern, den Schaden und die Zerstörung, die den Gefühlstäter in sein Verhalten treiben aufzudecken und zu heilen. Während dieses Prozesses ist es durchaus wahrscheinlich, dass sich psychische Gewalt verschlimmert; sofern sich überhaupt etwas ändert. Es ist wahrscheinlich, dass ein Täter, der eine Therapie beginnt, die erworbenen Fähigkeiten nutzen wird, um seine Probleme auf sein Umfeld zu projizieren. Er wird die Fehler von anderen (das heißt: IHRE Fehler) hervorheben, anstatt sich seinen eigenen Dämonen zu stellen. Erst, wenn er sich selber und dem Therapeuten mit absoluter Ehrlichkeit begegnet, kann er anfangen, etwas zu ändern. Wenn ein Mensch allerdings bereits einen Großteil seines Lebens auf Lügen und Selbsthass aufgebaut hat, ist Ehrlichkeit schwierig zu erreichen.

Etliche Gefühlstäter nehmen zwar professionelle Hilfe in Anspruch nehmen; nutzen diese aber als Selbstzweck. Entweder, um ihre manipulativen Tricks zu verfeinern, oder ganz einfach um den Anschein zu erwecken, als würden sie Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen und daran arbeiten. Er bewaffnet sich förmlich mit pervertierten Aussagen und Mitteln seines Therapeuten – und setzt sie gegen seine Partnerin ein.

Ein Gefühlstäter ist ebenso vertrauenswürdig wie ein verheirateter Mann, der seiner Geliebten seit Monaten und/oder Jahren erzählt, er würde seine Frau verlassen.

Warum tut sie nichts dagegen

Emotionale Gewalt tritt in verschiedenen Farben, Formen und Intensitäten auf.

Die subtileren Akte sind am schwierigsten zu erkennen, da die Zeitabstände zwischen liebevollem, umsorgendem Verhalten und emotionaler Grausamkeit Wochen, teilweise sogar Monate betragen können. Trotzdem ist jemand, auch wenn er zwei bis drei Monate am Stück liebevoll und umsorgend ist, dann aber plötzlich Akte emotionaler Gewalt vollbringt, nicht besser als ein Partner, der seine Frau nur einmal alle paar Monate schlägt. Die Schmerzen, Unsicherheit, Zweifel und Traurigkeit auf Seiten seines Opfers sind die gleichen, mit dem Unterschied, dass die entstanden Blessuren im Inneren des Opfers entstehen, langsamer heilen, und oft keinerlei Anerkennung finden.

Die subtilen Formen der emotionalen Gewalt, wie z. B. ständiges Kritisieren und/oder Isolation werden von den Betroffenen häufig übersehen. Dies kann daran liegen, dass die Partnerin das Verhalten nicht als emotionale Gewalt identifiziert, oder es als Teil der Beziehung in Kauf nimmt.

Vielleicht fragt sie sich, ob die vermeintlichen schönen Momente und guten Zeiten sie für den Schmerz entschädigen, vielleicht fragt sie sich auch, ob das, was sie lebt, wirklich das Maximum des Erreichbaren ist. Vielleicht glaubt sie, dass es keine bessere Beziehung für sie gäbe.

Viel häufiger kommt es allerdings vor, dass der Gefühlstäter die Darstellung der Ereignisse und Vergangenheit insofern „modifiziert“, dass die Partnerin die vermeintliche Verantwortung für jegliche Beziehungsprobleme trägt. Dies stiftet erhebliche Verwirrung bei der Partnerin, – und es ist sein Ziel die Dinge so darzustellen, als sei sie verwirrt und/oder verrückt. Sollte sie es „wagen“, sich gegen sein Verhalten zu wehren oder es gar als missbräuchlich zu bezeichnen, wird er diese Wahrheit abwehren, indem er sie als überreagierend und/oder hypersensibel darstellt. Dies trägt zu der empfundenen Verwirrung und dem Schmerz der Partnerin bei.

Die Wahrheit ist: Es gibt bessere Beziehungen. Kein Mensch hat es nötig, in einer Beziehung auszuharren, in der er/sie mit Respektlosigkeit oder emotionaler Grausamkeit behandelt und traktiert wird, völlig egal wie selten derartige Akte an ihn/ihr verübt werden.

 

Zeichen und Symptome emotionalem Missbrauchs

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass emotionaler Missbrauch nur in Form von Wutausbrüchen und ständigem Geschrei, Abwertung und Dauerkritik auftritt. Diese Darreichungsformen sind lediglich die am einfachsten erkennbaren. Andere Formen emotionalen Missbrauchs sind zwar weniger offenkundig, aber ebenso verheerend. Hierzu gehören u.a.: Respektlosigkeit, Unhöflichkeit, Herablassung, Bevormundung, ständige Kritik, Verurteilung, beleidigende „Witze“, Lügen, „Vergessen“, Vertrauensbrüche, Fallen und Verzerrungen der Vergangenheit.

Außenstehende erleben den Gefühlstäter meist als anständigen, erfolgreichen, sensiblen, ruhigen und bestenfalls unauffälligen Menschen. Gegenüber seiner Partnerin ist er jedoch häufig kontrollierend, egozentrisch, überkritisch, zwanghaft, kindisch und bösartig. Gefühlstäter sind oft beides. Es ist dieser ewige Gegensatz zwischen dem Menschen, den sie liebt und dem Menschen, der ihr schadet, der die Partnerin zutiefst verwirrt.

Seine emotionalen Gewaltakte sind sogar häufig selbst durchsetzt mit Beteuerungen seiner Liebe, dass sie „das Beste, was ihm jemals passiert“ ist, dass er endlich anfangen will, sie entsprechend zu behandeln. Dies führt zu weiterer Verwirrung. Sie hofft und hofft, dass, wenn sie genug „tut“, wenn sie ihm genug gibt, er aufhören wird, sie zu verletzen, und dass seine liebevolle, umsorgende Seite wieder auftaucht. Diese falsche Hoffnung ist ein häufiger Grund dafür, dass misshandelte Frauen sich nicht trennen.

 

Warum ist emotionaler Missbrauch innerhalb einer Paarbeziehung so schwer zu erkennen?

Eines der größten Hindernisse, einen Gefühlstäter zu entlarven liegt darin, dass ein „erfolgreicher“ Gefühlstäter i.d.R. hochintelligent und in der Lage ist, seine missbräuchlichen Akte zu verdecken. Viele Misshandler besitzen eine umfangreiche Sammlung von Selbsthilfebüchern und -Ratgebern. Oft sind sie belesen und eloquent. Sie wissen, wie sie Menschen und Sprache verbiegen und manipulieren können. Ihr Äußeres wirkt gelassen, sie strahlen eine rationale Selbstkontrolle aus, obwohl sie in Wirklichkeit keinerlei Kontrolle über ihren Schmerz und ihren chaotischen Selbsthass ausüben können. Aus diesem Grund streben sie danach, andere zu kontrollieren und dazu zu bringen, die Kontrolle zu verlieren.

Ein Gefühlstäter kann DICH dazu bringen, auszurasten, um zu beweisen, wie gesund ER ist, und er kann Dir implizit (Augenrollen ist hier sehr effektiv) oder explizit eine Nachricht wie die folgende vermitteln: „Siehst Du, Du rastest schon wieder aus, heulst und schreist. Ich brauche keine professionelle Hilfe, Du brauchst sie.“

In der Regel sind es genau diese Interaktionen, die öffentlich stattfinden. Er ist geschickt: Außenstehende sehen, wenn sie überhaupt etwas mitbekommen, nur Deine Reaktion, und nicht die Misshandlung, durch die sie ausgelöst wurde.

Häufig fühlt es sich für die Betroffene so an, als wären ihr alle Rettungsleinen entzogen worden, als würde sie langsam verrückt, weil keiner Ihr glaubt, dass dieser charmante, „nette“, hilfsbereite, erfolgreiche Mann so unglaublich psychologisch grausam und absichtlich verletzend ist.

 

Die Tricks des Gefühlstäters

Nähe und Distanz.

Eine sehr beliebte Strategie dieses Typus ist das „komm her, geh weg“ Spielchen. Er droht subtil damit, Dir seine Zuneigung zu entziehen, und lässt Sätze fallen, deren Zweck es ist, Dich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Damit erzielt er den Effekt, dass Du als seine Partnerin Dich in der Beziehung verunsichert fühlst. Dies wiederum spielt ihm insofern direkt in die Hände, als dass er Dich nun als „zu bedürftig“ (klammerig) bezeichnen kann.

Als Beispiel: Vielleicht versucht er, Dich dadurch zu destabilisieren, dass er eher beiläufig darüber plaudert, ein Stellenangebot in einer anderen Stadt oder einem anderen Land anzunehmen. In einer gesunden Beziehung würde ein solches Gespräch eher mit einer Diskussion über eure Beziehung oder der Auswirkung eines Umzugs auf eure Partnerschaft beginnen. Für seine Zwecke ist es aber effektiver, einfach nur über dieses „großartige Angebot“ zu sprechen und die möglichen Auswirkungen auf Dich, Euch, eure Beziehung oder gar Eure Familie völlig außer Acht zu lassen.

Kleine Bemerkungen.

Der klassische Gefühlstäter macht sich gerne über seine Partnerin lustig. Selbst in Gegenwart von Freunden gibt er mehr oder weniger subtile, abschätzige und/oder verunglimpfende Kommentare von sich, – und lädt die anderen implizit dazu ein, das gleiche zu tun.

Genau diese Kommentare wird er dann an sie weitergeben, – und äußerst überrascht tun, wenn sie diese kleinen Witzchen alles andere als witzig findet. Wahrscheinlich erzählt er ihr sogar, dass sie (wieder einmal) überreagiert, dass doch alles „nur ein Spaß“ ist, und dass sie niemand durch diese kleinen Scherze verletzen will. Ziemlich geschickt, oder?

Kritik. Je versteckter desto besser.

Nicht jeder Gefühlstäter greift zu offener Kritik. Oftmals ist die Kritik in allgemeinem „Gegrummel“ verborgen, die Küche sei nicht so gehalten, wie er sich das vorstellt, das Haus sei allgemein zu unordentlich, die Wäsche nie korrekt gebügelt und/oder die Kinder seien zu unordentlich und laut. Damit löst er bei ihr den Eindruck aus, dass sie dafür verantwortlich sei, ihn zufrieden zu halten, und impliziert, dass ihre Haushaltsführung zu seiner schlechten Laune und seinem unberechenbaren Temperament beitragen.

Wachstum ohne Raum.

Zwar vermittelt der Gefühlstäter den Eindruck, als sei er am Wachstum und an der Entwicklung seiner Partnerin interessiert, als würde er es begrüßen, wenn sie neue Fähigkeiten erlernt und ihren Horizont erweitert. Dennoch ergreift er diverse Maßnahmen, um ihr Wachstum und ihre Entwicklung auszubremsen oder gänzlich zu verhindern.

Er wird still (aber dennoch offenkundig) leiden und sich darüber beschweren, dass sie plötzlich zu wenig Zeit für ihn hat; jetzt, wo sie wieder arbeitet, Kurse besucht oder eine Ausbildung begonnen hat. Vielleicht „ermutigt“ er sie auch nur, etwas Neues auszuprobieren, verweigert ihr aber gleichzeitig die benötigte Unterstützung im Haushalt um ihre Arbeitsbelastung zu reduzieren. Auf diesem Weg macht er es letztendlich unmöglich für sie, neue Projekte anzugehen. Am Ende des Tages kann er ihr dann aber trotzdem mangelnden Mut und/oder Elan vorwerfen.

Sollte er sich, wider Erwarten tatsächlich bereit erklären, sie zu unterstützen, wird er es ihr fingerdick aufs Brot schmieren, wird immer wieder erzählen, wie sehr es ihn überanstrengt und dass er es nur für sie tut. Diese Mitleidsmasche wird er bis zum Erbrechen durchexerzieren, um ihr Schuldgefühle dafür zu vermitteln, dass sie eine derart schwere Last auf seine Schultern gelegt hat.

”Mach mich glücklich!

(D)ein Gefühlstäter wird versuchen, seiner Partnerin die Verantwortung für seine Glückseligkeit zu übertragen. Egal ob durch direkte Kommentare oder implizite Aussagen, er wird versuchen, Dich glauben zu machen, dass er nicht zufrieden ist, dass DU daran schuld bist, und dass DU es „heilmachen“ sollte.

Das Problem daran ist, dass egal was Du tust oder sagst, es wird nie genug sein, und es wird ihn nie zufrieden stellen.
Die ersten Drohungen.

Dieses Verhalten wird ein Gefühlstäter bis zum Erbrechen betreiben und darauf bestehen, dass er der beste Partner und die beste Beziehung war, die SIE jemals hatte und haben wird; und dass er sie verlassen wird, wenn sie seinen Ansprüchen nicht endlich genüge tut. Da Missbrauch auf Kontrolle basiert, weiß er dass er letztendlich die Oberhand dadurch behält, dass er sie in Unsicherheit und Instabilität schmoren lässt.

”Lies meine Gedanken.”

Gefühlstäter überkompensieren ihren Selbsthass mit einem verdrehten Narzissmus. Er meint tatsächlich, dass Du wissen solltest, wie und was er fühlt, und dass Du ebenfalls weißt, was zu tun ist, um ihn glücklich zu machen. Natürlich solltest Du all dies machen ohne vorher gefragt zu werden. Er glaubt daran, dass er es verdient hat, besser behandelt zu werden als der Rest, immer an erster Stelle zu stehen, und selbstverständlich immer eine Sonderbehandlung zu empfangen.

Er erwartet also, dass Du seine Gedanken liest. Das Spielchen heißt “Wenn Du mich wirklich liebst, WÜSSTEST Du, wie ich mich fühle” – und natürlich ist es absolut angemessen Dich zu sanktionieren, wenn Du seine Spielregeln nicht erhältst.

Solltest Du tatsächlich so weit gehen und ihn damit konfrontieren, dass sein Verhalten hochgradig irrational ist, wird er Dir schnell weiszumachen versuchen, dass DEINE vermeintlichen Kommunikationsfehler der Grund für sein Verhalten sind. Es ist immer Deine Schuld, wenn Du nicht erraten konntest, was er brauchte oder wollte.

Er wird sein Verhalten auf Dich projizieren und darauf bestehen, dass es ihm schlichtweg unmöglich war, mit Dir über das zu sprechen, was ihn letztendlich störte, schließlich warst DU zu heftig, zu kritisch, zu wütend, zu urteilend oder zu bedürftig.

Zieh Dir den Schuh nicht an. Das sind SEINE Themen. Nicht Deine.

Bewunderung und Aufmerksamkeit.

Da wir gerade von Narzissmus sprechen: Der Gefühlstäter wird neidisch und nachtragend reagieren, wenn Du in sozialen Situationen mehr Aufmerksamkeit als er erhältst. Wahrscheinlich wird er Dich auf unterschiedlichen Wegen zu bestrafen versuchen: er ignoriert Dich, schmollt, verschwindet für Stunden, flirtet aufs Heftigste mit jemand anderem, oder er verlässt die Party ohne Dir Bescheid zu geben.

Sanktionen.

Diese Gefühlsvampire erwarten dass der Rest des Haushaltes sich an seinen Rhythmus, sein Tempo anpasst: egal ob es sich um seinen Schlafrhythmus oder seine Essenszeiten und –Gewohnheiten dreht. Wird sein Zeitplan gestört, oder entscheidet sich die Partnerin, nach ihrem eigenen Zeitplan zu leben, sieht er sich berechtigt, seine Partnerin entsprechend abzustrafen. Zu diesen Sanktionen gehören sämtliche verbale und emotionale Missbrauchs-Strategien und/oder passiv-aggressive Taktiken. Seiner Meinung nach verdient sie es, bestraft zu werden, da ihre Weigerung, nach seinem Terminkalender und Gewohnheiten zu leben in seinen Augen gleichzusetzen ist mit Nicht-Liebe. Erwähnte ich schon die Frühstücks-Krisen?

Eine dieser Sanktionen ist das o.g. unangekündigte Verlassen von sozialen Veranstaltungen. Natürlich wird er eine plausible und für Außenstehende völlig akzeptable Erklärung für sein unangekündigtes Verschwinden parat halten, wie z.B. dass er Dich nicht finden konnte, müde war und nach Hause wollte. Der WAHRE Grund dürfte allerdings viel mehr in seinem Bedürfnis liegen, Dich zu bestrafen, Dich schmerzlich zu treffen und letztendlich darin, dass Du Dich schuldig dafür fühlst, ihm nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet zu haben.

Solltest Du ihn darauf hinweisen, dass sein Verhalten schlichtweg unhöflich war, wird er entweder eine dünne Entschuldigung abliefern (die bezweckte Wirkung hat er trotzdem erreicht) oder den Sachverhalt so darzustellen versuchen, dass Du (wieder einmal) überreagierst

Deine Schwächen im Großformat.

Gefühlstäter sind bestrebt, Dir jede einzelne Deiner Schwächen bewusst zu machen, oft unter dem Deckmäntelchen der vermeintlichen Hilfestellung. Er wird zum Beispiel Dinge sagen wie „Du scheinst unzufrieden mit Deiner Figur zu sein“, selbst wenn Du bisher keine einzige Äußerung in diese Richtung gemacht hast. Dennoch hat er Dir auf diesem Wege mitgeteilt, dass Du seiner Ansicht nach doch einen Grund hättest, unzufrieden mit Deiner Figur zu sein.

Anderes Beispiel: „Du verspätest Dich mal wieder; Du schaffst es auch nie, pünktlich zu sein“, oder auch „Es macht wenig Sinn, Dinge mit Dir zu planen“. Derartige Kommentare dienen dazu, Dich aus dem Gleichgewicht zu bringen und Dich daran erinnern, wo Deine Schwachstellen liegen. Das Absurde daran ist, dass diese Bemerkungen tatsächlich zu der Entwicklung von Schwachstellen führen können.

Isolation.

Ein missbräuchlicher Partner wird versuchen, Dich von Freunden und Familie zu isolieren. Hierzu kann er sich verschiedener Taktiken bedienen:

Sollte er es nicht schaffen, Deine Freunde zu manipulieren, wird er entweder versuchen, sie nach allen Regeln der Kunst zu verunglimpfen oder wird ganz einfach nicht daran interessiert sein, gemeinsam mit Dir und Deinen Freunden etwas zu unternehmen. Vielleicht wird er sie auch einfach als „langweilig“ deklarieren.

Sehr beliebt ist auch die Schaffung von Double-Bind Situationen: Er ermutigt Dich, mit Deinen Freunden auszugehen, lehnt dabei jede Einladung zur Beteiligung ab, – und mosert anschließend, dass Du nie genügend Zeit mit IHM verbringst.

Nach und nach kann derartiges Verhalten – vor allem seine Ansprüche bezüglich Deiner Zeiteinteilung – dazu führen, dass Du mehr und mehr von Deinen Freunden isoliert wirst.

Darüber hinaus wird er wahrscheinlich SEHR irritiert reagieren wenn er herausfindet, dass Du mit einem engen Freund oder Familienmitglied über ihn und/oder Eure Beziehung gesprochen hast; vor allem dann, wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass diese Person Dir mitteilt, als wie manipulativ / kontrollierend / gewalttätig sie sein Verhalten empfindet.

Die Sache mit dem „Vergessen“.

Der Gefühlstäter muss nicht zwangsläufig offen lügen. Es ist weitaus effektiver, Vereinbarungen oder Versprechungen zu „vergessen“, insbesondere dann, wenn sein „Vergessen“ sie schmerzt. „Vergessen“ kann auch dazu dienen, der Partnerin durch die Blume mitzuteilen, dass die Dinge, die ihr wichtig sind, ihn ganz einfach nicht interessieren.

Eine besonders hinterhältige Taktik in diesem Bereich ist z.B., ihr ein „besonderes Essen“ zuzubereiten, und dabei ganz zufällig zu „vergessen“, dass sie allergisch auf eine der Zutaten reagiert, – oder bestimmte Zutaten schlicht und ergreifend nicht mag. Oder aber er kauft neue Bettdecken, zufällig „vergessend“ dass sie allergisch gegen Federn ist.

Die Folge: Nicht nur kann sie das „Geschenk“ nicht genießen, über das sie sich im ersten Moment so sehr gefreut hat. ER kann sich in seiner großen Enttäuschung suhlen, dass sie sich letztendlich nicht über seine Geste freut, schließlich hat er doch SO viel für sie getan; – sie ist eben doch ein gänzlich undankbares Geschöpf…

Natürlich wird er sich damit herausreden, dass sein Versäumnis einzig und allein auf Vergessen beruhte. Letztendlich ist es aber vor allem eine passiv-aggressive Ohrfeige.

Zweierlei Maß.

Emotionale Täter erwarten weitaus mehr von ihren Partnerinnen, als sie selber zu geben gewillt sind . Dabei ist es aber letztendlich egal, wie viel er von seiner Partnerin bekommt, es wird nie genug sein. Er wird immer mehr verlangen. Einer der Gründe für dieses Ungleichgewicht ist, dass sein Beziehungskonzept nicht auf Liebe, sondern vielmehr auf Kontrolle basiert.

„Double Standards“ werden auch angelegt, wenn es um die objektive Beurteilung affektiver Reaktionen geht. Es ist völlig ok, wenn ER wütend und laut wird. Tust Du es, wird er DIR misshandelndes Verhalten vorwerfen.

Gefährliche Unabhängigkeit.

Sollte die Partnerin beginnen, sich abzugrenzen und unabhängiger zu werden, wird er i.d.R. seine missbräuchlichen Verhaltensweisen verstärken, da ihre Unabhängigkeit für ihn damit gleichzusetzen ist, dass er langsam immer mehr Kontrolle über seine Partnerin verliert.

Schuld und Sühne, Teil I

Gefühlstäter erwarten, dass man ihnen ihre „Fehler“ (= missbräuchliches Verhalten, Manipulation, usw.) vergibt. Selbstverständlich sind diese seine „Fehler“ nicht seine Schuld, schließlich weiß sie doch, wo seine „Knöpfe“ liegen, und hat sie „absichtlich“ gedrückt, oder sie hat IRGENDetwas getan, das ihn dazu gebracht hat, sie zu verletzen.

Gleichzeitig sind sie aber nicht in der Lage, ihren Partnerinnen deren Fehler zu vergeben. Jeder Mensch macht Fehler, ihre jedoch sind unverzeihlich und werden noch Monate später hervorgezogen um sein Verhalten zu legitimieren.

Veränderung?

Gefühlstäter erwarten, dass sich ihre Partnerinnen für sie ändern. Allerdings ist es völlig egal, wie sehr sie sich ändern (verbiegen), es wird nie genug sein und er wird ihr immer mehr abverlangen.

Das Zeitproblem.

Eine andere Art, einen Menschen emotional zu misshandeln ist, einerseits darauf zu bestehen, dass sie ihre Liebe dadurch beweist, dass sie endlich mehr Zeit mit ihm verbringt (siehe Isolation) und ihre Zeitplanung an sein Leben anpasst, aber gleichzeitig jeden von ihr kommenden Vorschlag für gemeinsame Unternehmungen nicht nur ablehnt, sondern sich auch während der gemeinsam verbrachten Zeit betont gelangweilt gibt.

Wenn sie versucht, Pläne mit ihm zu schmieden, sei es für einen gemeinsamen Urlaub oder gemeinsame Unternehmungen, ist es eine weitere gängige Taktik, sie von weit oben herab daran zu erinnern, wie schlecht sie darin ist, Dinge zu planen und dass er sowieso nicht daran glaubt, dass sich ihre Planungen überhaupt realisieren lassen.

Steter Tropfen höhlt selbst Felsen.

Diese Art von Kommentaren führen dazu, dass ihr Selbstvertrauen konstant untergraben wird. Schlussendlich wird er ihr dann sagen, dass sie unzuverlässig sei; – et voilà! – schon hat er wieder einen weiteren Grund sie niederzumachen, zu beleidigen oder anderweitig zu bestrafen.

Subtile Botschaften.

Es kann durchaus auch vorkommen, dass er von ihr vorgeschlagene Aktivitäten ablehnt, später aber das Vorgeschlagene mit anderen Menschen unternimmt – und ihr davon erzählt. Die subtile Botschaft in diesem Verhalten: „Du bist es nicht wert, dass ich … mit Dir unternehme. Andere Menschen sind es allerdings.“

Provokation.

Abwertung und Herablassendes Verhalten sind i.d.R. sehr beliebte und effektive Taktiken um seine Partnerin zu manipulieren und zu verletzen. Letztendlich ist sie sowohl Ventil als auch Ziel seiner Wut. Liefert sie ihm von sich aus keine „Angriffsfläche“, kommt es häufig vor, dass er sich unhöflich, bewusst unsensibel, herablassend und/oder bevormundend verhält, oder sie schlichtweg ignoriert. Wenn die Partnerin auf dieses Verhalten verletzt reagiert und es zu einer Diskussion kommt, hat er den gesuchten Grund: ER kann jetzt wütend auf SIE sein, weil SIE die Diskussion und somit den Streit angefangen hat.

Es kommt noch besser: Häufig wirft er IHR dann vor, IHN emotional zu misshandeln und dass IHRE Wut auf seine Respektlosigkeiten und Grausamkeiten hochgradig missbräuchlich sei. Dies ist alles Teil seiner Machtspielchen und vor allem Teil des missbräuchlichen Kreislaufes.

Es ist ein Teil dieses Machtspielchens, dass er Dich so lange triezt und auf Deinen Schwachpunkten herumhackt, bis er Dich so weit „hat“, dass Du die Selbstkontrolle verlierst, in Tränen ausbrichst, wütend wirst und/oder ihn anschreist. Sobald Du Deine Stimme erhebst, wird er darauf bestehen, dass DU die Täterin bist.

Kauf ihm diesen Schwachsinn nicht ab, – und glaub kein Wort davon. Sicherlich gibt es bessere Wege, die Situation zu bewältigen als selber wütend und laut zu werden, aber wahrscheinlich wurdest Du bereits einem Übermaß an psychologischer Kriegsführung ausgesetzt, in die Enge getrieben und reagierst einfach nur noch verteidigend.

Emotionale Reaktionen die der Selbstverteidigung in derartigen Situationen dienen, machen aus Dir noch lange keine Täterin!

Erwarte kein Mitgefühl.

Eine weitere beliebte und vor allem ultimativ destruktive Strategie ist es, die Gefühle der Partnerin entweder zu ignorieren, abzuweisen oder desinteressiert zu registrieren – insbesondere dann, wenn diese Gefühle mit einer (absichtlichen?) Versetzung durch den Partner „zusammenhängen“. In diesem Fall wird er wahrscheinlich versuchen die Tatsachen insofern zu verdrehen, als dass seine Tat entweder ein „Versehen“ war oder eigentlich dazu dienen sollte, der Partnerin zu „helfen“.

Wahrscheinlich versucht er zusätzlich, ihr zu vermitteln dass es überhaupt GAR NICHT in Ordnung ist, dass sie sich wütend, verletzt oder anderweitig getroffen fühlt; sollte sie es TROTZDEM wagen, derartige Gefühle zu haben, sind es eben „ihre Gefühle“ – und nicht sein Problem. Es liegt nicht in seiner Verantwortung auch nur den geringsten emotionalen Schaden bei ihr zu reparieren.

Zu dieser Taktik kann auch gehören, dass er Lippenbekenntnisse von vermeintlicher Verantwortung ablegt, letztendlich aber NICHTS tut, um ihren Schmerz zu lindern und sogar deutlich sagt, dass er nichts tun kann oder wird um „Wiedergutmachung“ anzustreben. (Vermutlich ist er sowieso meistens damit beschäftigt, sie für all ihre „Vergehen“ zu „bestrafen“.) Sollte sie darauf bestehen, dass er Verantwortung übernimmt und Wiedergutmachung anstrebt, wird er ihr aller Wahrscheinlichkeit nach vorwerfen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit er sich schuldig fühlt. Aus seinem Mund kommend klingt es dann, als sei „Schuld“ gleichbedeutend mit Schande. Implikation: SIE ist der Täter. Nicht er. *gähn*

Letztendlich ist es das gleiche, als versuchte er, Dir mit einem Betonblock Luft zuzufächern, wobei er Dich “zufällig” am Kopf trifft. Anschließend erklärt er langschweifig, dass er Dir ja nur HELFEN wollte und solltest Du SCHMERZ verspüren, dann ist das DEIN Schmerz, an dem er KEINERLEI Verantwortung trägt, und an dem er nichts ändern kann, wird und will.

Ein „normaler“ Partner würde, wenn er die Gefühle seiner Gefährtin zufällig verletzt, sich nicht weigern, sie zu trösten. Er würde ihr helfen, den emotionalen Schaden zu reparieren; und vor allem würde er den gleichen Fehler NICHT regelmäßig wiederholen.

Die Gegenseite der Medaille ist außerdem, dass Gefühlstäter permanent gelobt werden wollen, wenn sie zur Abwechslung einmal „gute“ Dinge für ihre Partnerin tun. Ein deutliches Zeichen, dass positives, partnerschaftliches Verhalten für diese Menschen alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.

Es ist umumgänglich dass wir, sofern wir unsere Herzen in Liebe und Vertrauen öffnen (denn schließlich geht es in gesunden Beziehungen ja genau um diese Punkte), auch empfänglich für potentielle Verletzungen sind. Es ist nicht zu vermeiden, dass Partner hin und wieder die Gefühle ihres Gegenübers verletzen. Letztendlich ist es auch nicht möglich, jemandem Gefühle zu „machen“, es obliegt uns selber, affektiv auf Verhalten des Partners zu reagieren. Diese Feststellung ist aber trotzdem kein Freifahrtschein für Andere, sich wie die verantwortungslose Axt im Wald zu benehmen.

Wenn ich einen anderen Menschen liebe, dann laufe ich automatisch Gefahr, hin und wieder verletzt zu werden. Und wenn dieser Mensch mich liebt, wird er in gesundem Ausmaß dafür Sorge tragen, meine Gefühle nicht zu verletzen.

Jemandem mitzuteilen, ihre Gefühle wären “ihr Problem“ hinkt in diesem Fall ganz gewaltig. Vertrauen innerhalb einer Beziehung bedeutet auch, Deinem Partner insofern zu vertrauen, dass er Dich respektiert und Deine Gefühle achtet. Wenn jemand Dein Vertrauen missbraucht und Dich emotional misshandelt, dann ist das NICHT DEIN PROBLEM. Es war auch nicht „Dein Fehler“, Deinem Gegenüber ursprünglich vertraut zu haben. ER ist schuld daran, Dein Vertrauen missbraucht zu haben, – und Deine Gefühle nachträglich gegen Dich einzusetzen.

Du bist Schuld an seiner Gewalt.

In seinem Streben nach Kontrolle und Überhand wird Dein „Partner“ wahrscheinlich versuchen, Dir implizit oder explizit zu vermitteln, dass Du ihm schließlich „erlaubst“ sich missbräuchlich zu verhalten, oder sein missbräuchliches Verhalten zumindest auslöst. Leider verfallen viele „Opfer“ dem Irrglauben, dass dieser Müll der objektiven Realität entspricht.

Alles kann ein „Auslöser“ für ihn sein, inklusive der Weigerung der Partnerin kleinbeizugeben. Zeigst Du auch nur das kleinste Anzeichen von Schuldgefühlen, wird er Dich genau an dieser Stelle packen und sie bis aufs Mark ausmerzen.

Seiner Ansicht nach liegt es in der Verantwortung der Frau, ihn nicht mit „auslösendem Verhalten“ zu „provozieren“. Fazit: „DU musst Dein Verhalten ändern, dann wird alles gut.“

Notausgang: “Armes Ich”

Sollte ein Gefühlstäter in einer Situation „gefangen“ sein, in der es keinen manipulativen oder verbal-aggressiven Ausweg gibt, wird er wahrscheinlich notgedrungen die Mitleids-Masche anwenden. Beispiel: Du „erwischst“ ihn bei einer Lüge. Anstatt sich den Fakten zu stellen und die Lüge offen zuzugeben, wird er die Situation durch „Vergessen“ zu erklären versuchen, und sich in vermeintliche, tränenreiche Verzweiflung hinsichtlich dieses „Vergessens“ hineinsteigern. Und plötzlich ist kein Raum mehr für DEINE verletzten Gefühle, sondern Du wirst Dich dabei entdecken, mit ihm mitzufühlen, seine Angst zu teilen und ihn zu trösten. Ziemlich geschickt, huh?

Beliebte Mitleids-Nummern als Notausgang (z.B. wenn Du ihn mit seiner verbalen oder physischen Gewalt konfrontierst und zur Abwechslung mal nicht auf seine anderen, sonst üblichen Abwehr-Techniken hereinfällst):

  • Die Tatsache, dass er als Kind selber missbraucht wurde (nicht zwangsläufig sexuell). Schaut man genau hin, ähnelt sich sein Verhalten oft dem beobachteten und/oder erlebten Missbrauch.[list]
  • Davon zu sprechen, wie viele Probleme er momentan im Job hat und dass er einfach völlig überlastet ist.
  • Sofort auf DEINE alten Sünden umzulenken. Irgendwann, irgendwo hast Du ihn verletzt, und das kann er EINFACH nicht verkraften. Hierbei ist es völlig irrelevant a) wie lange diese Verletzung zurückliegt und b) dass ihr diese Episode wahrscheinlich schon häufiger und ausgiebiger thematisiert habt als alle seiner „Fehlerchen“ insgesamt.
  • Auf den Umstand umzulenken, dass er krank vor Sehnsucht nach seinen eigenen Kindern ist, die das Haus verlassen haben, oder nach den Kindern seiner Ex, die er wie seine eigenen liebt, und die die „böse Ex“ ihn nicht sehen lassen will (warum wohl?).
  • In Tränen darüber auszubrechen, dass er in derartigen Situationen einfach einen unaushaltbaren Schmerz verspürt.
Voilà: Schon hat er Dein Mitleid und Deinen Trost.

 

Paartherapie

Solltest Du es tatsächlich schaffen, Deinen „Partner“ dazu zu bewegen, eine Beratungsstelle mit Dir aufzusuchen (letztendlich ist er ja anscheinend der Meinung, alles sei Dein Problem … Ihr braucht keine Hilfe… Ihr könnt Eure Problem besser alleine lösen), wird Dein „Liebster“ alles versuchen, um vor dem Paartherapeuten als Opfer dazustehen, als würdest DU ihn quälen; oder zumindest, dass seine „Ausfälle“ einmalige Ausrutscher waren, – selbstverständlich begründet in Deinen „Vorlagen“.

Vergiss nicht, es bedarf eine ausreichende Portion Grips um effektive emotionale Gewalt auszuüben. Er wird seinen Grips und seine manipulativen Fähigkeiten auch in der Beratungsstelle anwenden um darauf hinzuwirken, dass er im besten und Du im schlechtesten Licht dastehst. Sein Ziel ist es, dafür zu sorgen dass der Therapeut DIR mitteilt, dass Du Dein Verhalten ändern musst.

Leider passiert oft genau das. Leider sind auch Therapeuten oft manipulierbar, und gehen ihm ebenso auf den Leim wie Du es (anfangs) tust.

Das Resultat ist nicht nur frustrierend, sondern vielmehr hochgradig destruktiv.

”Ich will Dir doch nur helfen“

Eine schädigende Handlung lässt sich sehr einfach als versuchte Hilfestellung verpacken. Sei es, dass er die Kinder (natürlich ohne Vorwarnung) über das Wochenende zum Campen mitnimmt (wissend, dass sie bereits gemeinsame Pläne mit den Kindern gemacht hatte) oder ihre Wäsche wäscht (und dabei automatisch zu Kinderkleidung zurechtschrumpft). Reagiert die Partnerin mit Protest, ist SIE die Undankbare. Er wollte ja nur „helfen“. Hilfe war und ist nicht sein Ziel, vielmehr handelt es sich auch hier um einen passiv-aggressiven Schlag ins Gesicht, unter dem Deckmäntelchen der Hilfsbereitschaft. Besonders praktisch ist für ihn, dass er anderen Menschen erzählen kann, dass er SO viel für sie tut, und dass sie ja SO undankbar ist. Und schon ist sie „die Böse“.

Vergiss nicht: Er tut nichts ohne Grund und Selbstzweck. Für jeden „Gefallen“ erwartet er eine Gegenleistung. Natürlich kann man auch nicht von ihm erwarten, offen zu sagen, WAS er sich als Gegenleistung wünscht. Solltest Du ihm allerdings nicht genau die Gegenleistung liefern, DIE er sich gewünscht hat, hat er wieder einen Grund für weiteres missbräuchliches Verhalten, schließlich bist doch so undankbar und geizig. Sollte es irgendwann zur Trennung kommen (Glückwunsch!) wird er Menschen in Eurem Umfeld bevorzugt erzählen, dass er ja SO viel für Dich getan hat und wie unendlich UNDANKBAR Du Dich doch ständig gezeigt hast. Selbstverständlich wird er derartiges auch lange vor einer Trennung verbreiten.

Verhandeln, wieder und wieder.

Eine weitere, hochgradig destabilisierende Taktik ist, getroffene Vereinbarungen immer wieder verhandeln zu wollen, optimalerweise dann, wenn entweder gerade „Ruhe eingekehrt“ ist, oder es der letzte Moment ist, bevor er die Vereinbarung durch sein Verhalten brechen würde. Sein Ziel dabei: zum einen erwischt er Dich damit wahrscheinlich auf dem falschen Fuß. Da Du Dich auf die Vereinbarung verlassen hattest, wird Dich der Umstand, dass er sie umändern will, vermutlich destabilisieren.

Vielleicht tut er auch eine Meinung kund, die seiner urspünglichen Aussage in vollem Ausmaß widerspricht. Solltest Du den Mut haben, ihn darauf hinzuweisen, wird er später das Recht haben, Dich dafür zu bestrafen. Schließlich verletzt es ihn, dass Du nicht 100% über seine Meinungen und Ansichten informiert bist…

Letztendlich vermeidet er damit, dass Du Dich jemals „sicher“ fühlst, – mit der Ausrede, dass er eben seine Meinung geändert hat. Konfrontierst Du ihn mit seiner Wechselhaftigkeit, wirft er Dir wahrscheinlich vor, dass DU ihn einengst, indem Du ihm „verbietest“ seine Meinung zu ändern.

Es ist letztendlich natürlich und normal, dass Menschen ihre Meinung bisweilen ändern. Gefühlstäter tun dies allerdings überzufällig häufig, ohne Vorwarnung und mit maximalem Effekt; nämlich: Dir den Boden unter den Füßen wegzuziehen.

Du kannst nicht “gewinnen”, sondern wirst Dich immer wieder in einer No-Win Situation befinden. Ein Beispiel: wenn Du den Aschenbecher auf seinem Schreibtisch NICHT leerst, bist Du egoistisch und wenig fürsorglich. Tust Du es, verletzt Du seine Intimsphäre.

Double-Binds.

… sind sehr beliebt. Beispiel: Er fordert Dich auf, etwas “nur für Dich zu tun”, z.B. allein mit Deinen Freundinnen auszugehen, Deine Familie zu besuchen oder sogar, einen Job anzunehmen. Diese „Ermutigung“ ist aber oft Teil eines perfiden „Tests“. Tust Du nämlich dann, wozu er Dir geraten hat, kann er Dein Verhalten ganz schnell gegen Dich auslegen: „Wenn Du mich wirklich liebst…“ würdest Du doch nicht „wagen“, ihm Deine Aufmerksamkeit zu entziehen. Egal was Du tust, Du kannst nur verlieren.

Langsame Distanzierung

Solltest Du es “wagen”, Dich langsam aus seinem Netz zu entwirren und Dich zu weigern, seine Spielchen weiter mit zuspielen, wird er vermutlich wieder zu der Mitleids-Nummer zurückgreifen. Wenn Du dann nicht einlenkst (sprich, wenn Du auf seine emotionale Erpressung nicht reagierst), hat er seiner Ansicht nach alles Recht dieser Welt, Dich als kalt und herzlos zu bezeichnen, in der Hoffnung, dass Du entweder auf sein Drohen reagierst, oder zumindest ordentlich durch diese Titulierung getroffen wird.

Dr. Jekyll & Mr. Hyde.

Missbräuchliche Partner scheinen bisweilen ein ganzes Reservoir an unterschiedlichen Persönlichkeiten zu besitzen. Wenn Du genau hinschaust, wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass er sich je nach Situation komplett wandelt und sich nicht nur anders verhält, sondern eine gänzlich andere Tonlage und Körpersprache benutzt.

Hier handelt es sich nicht um eine „facettenreiche Persönlichkeit“ (so wird er es voller Stolz bezeichnen), vielmehr ist es ein deutliches Warnsignal dafür, dass er seine Persönlichkeit beinahe austauscht, – und dass Du nie wissen kannst, mich welchem Teil Du es gerade zu tun hast. Dieser Umstand ist zutiefst verwirrend und schafft massive Unsicherheit bei der Partnerin.

Gleichzeitig zeigt es seine Unsicherheit und Unreife: Wie ein Kind passt er sich an sein Umfeld an, um akzeptiert zu werden.

Wie beinahe alle Gewalttäter (und Psychopathen, aber dies nur am Rande) kann er der Gefühlstäter unendlich charmant sein. Genau das macht es seinen Opfern so schwer, sich aus dem Netz zu lösen. Außenstehende kennen vermutlich nur seine Schokoladenseiten, und nicht seine Unhöflichkeit, Grausamkeit, Gemeinheit, Abwertung, Herablassung und Brutalität, die sich i.d.R. nur hinter geschlossenen Türen – und nur gegenüber seiner Partnerin abspielt.

Das Spiel mit Deinen Freunden.

Missbrauch basiert auf Macht und Kontrolle. Daher wird ein emotional misshandelnder „Partner“ wahrscheinlich versuchen, eine Kumpel-Basis mit den Freunden seiner Partnerin aufzubauen. Sollten sich ihre weiblichen Freunde zu ihm hingezogen fühlen, spielen sie ihm quasi direkt ins Blatt und er wird diesen Umstand gezielt ausnutzen um Zwietracht zwischen seiner Partnerin und ihren Freundinnen zu säen, damit sie, falls es zu Konflikten kommt, immer weniger stabilisierende und vertrauensvolle Außenkontakte hat.

Um das Vertrauen und Mitgefühl ihrer Freunde zu gewinnen, wird er wahrscheinlich auch dort seine Mitleids-Masche einsetzen: Seine missbräuchliche Kindheit, eigene Traumata, verlorene Freunde und/oder Verwandte; – jedes Mittel ist ihm recht um die Sympathie und das Wohlwollen ihres Freundeskreises zu erreichen. Bei ihnen wird er in der Rolle des „sensiblen Partners“ aufblühen. Hat er ihre Freunde ausreichend eingewickelt, werden diese nicht mehr bedingungslos auf ihrer Seite stehen und sie unterstützen können, – und er hat sein Ziel erreicht.

Ein anderes, gängiges Mittel ist, mehr oder weniger deutlich mit ihren Freundinnen zu flirten. Das sät nicht nur Zwietracht und beschämt seine Partnerin, sie ist zusätzlich gezwungen, auf irgendeine Art einzugreifen und zu riskieren, als „eifersüchtige Zicke“ dazustehen. Er weiß was er tut, und er weiß auch, wie sehr er seine Partnerin damit verletzt, bloßstellt und in Zwickmühlen bringt. Darum tut er es schließlich.

Komm her! Geh weg!

Ein weiteres sehr beliebtes Spielchen. Auf der einen Seite erwähnt er beiläufig, er verliere das Interesse an seiner Partnerin; zieht diese sich dann zurück ist er plötzlich wieder aufmerksam und bemüht. Oft wird diese Strategie auf die Sexualität ausgeweitet: Auf der einen Seite beschwert er sich, dass sie in sexueller Hinsicht nicht ausreichend interessiert an ihm sei und zu selten sexuelle Aktivitäten initiiere; gleichzeitig weist er sie aber ab, wenn sie erotische Avancen in seine Richtung macht.

Selbstgerechtigkeit.

Emotional misshandelnde „Partner“ sind oft über alle Maßen selbstgerecht. Sie finden immer Gründe, ihr Verhalten zu begründen, – natürlich liegen diese Gründe im Verhalten ihrer Partnerin. Auf diese fixiert er sich und besteht darauf, dass SIE sich ändern müsse, damit die gemeinsame Beziehung besser läuft.

Entschuldigung?

Gefühlstäter HASSEN es, sich zu entschuldigen. Wenn sie sich tatsächlich einmal dazu durchringen kann man i.d.R. davon ausgehen, dass er das, wofür er sich entschuldigt hat, sowieso wieder tut. Schlimmer noch: er weiß es selber und wird es so hindrehen, dass Dein Bestehen auf eine Entschuldigung lediglich ein Versuch sei, IHN nachträglich zu beschuldigen: „Du willst dass ich mich entschuldige und verspreche es nie wieder zu tun; damit Du, wenn ich es dann doch tue, anklagend mit dem Finger auf mich zeigen und mich verurteilen kannst.“ Hierbei handelt es sich vor allem um eine Projektion; Gefühlstäter scheinen bisweilen regelrechte Projektionsfetischisten zu sein: Sie übertragen ihre Probleme und ihr negatives Verhalten auf ihre Partnerin um daraus IHR Problem zu machen. Sie drehen die Dinge so hin, als wäre ihre Partnerin „böse“, weil sie nicht nur Entschuldigungen und Mitgefühl verlangt, sondern auch noch ein Versprechen, dass er an seinen Problemen arbeitet.

Warnungen.

Manche Gefühlstäter sind so ehrlich, in den ersten Wochen einer neuen Beziehung tatsächlich ihr manipulatives Wesen zu offenbaren. Viele Frauen fallen darauf herein und sehen die Offenbarung als ein deutliches Zeichen, dass er an seinen Schwachstellen arbeitet. Die „Schwachstellen“ als solche werden i.d.R. natürlich sehr abgeschwächt dargestellt. Was er damit letztendlich (auch) erreichen will, ist Absolution, – und zwar bevor überhaupt irgendetwas passiert ist. Manche gehen auch so weit sich später darauf auszuruhen, ihre Partnerin doch ausreichend „gewarnt“ zu haben.

Nicht seine Schuld.

Da er seine Probleme i.d.R. auf seine Partnerin projiziert ist es für ihn auch nicht nötig einzusehen, dass ER irgendwelche Probleme hat. Stattdessen beschuldigt er seine Partnerin des Missbrauchs, insbesondere dann, wenn sie sein missbräuchliches Verhalten als solches identifiziert hat. Zusätzlich wird er so vielen „gemeinsamen“ Freunden wie nur möglich erzählen, wie furchtbar kontrollierend und missbräuchlich SIE doch sei. Sein Ziel: Sie rechtzeitig von potentieller Unterstützung abzuschneiden.

Rücksichtslosigkeit in der Gestalt des Martyrers

Wenn es um die Durchsetzung seiner Interessen geht, scheint es einem Gefühlsvampir unmöglich zu sein, Deine oder anderer Menschen Perspektive einzunehmen. Er kann gleichzeitig Martyrer und Selbstbezogener Egoist sein, – und schafft es sogar, beide Rollen insofern zu kombinieren, dass er sich als Martyrer darstellt, wenn er tatsächlich einfach nur unglaublich egoistisch ist. „Ich will doch nur EINMAL etwas für mich tun. Hör auf, mir ein schlechtes Gewissen zu machen!“, allerdings hängt dieses harmlose „etwas für sich tun“ i.d.R. mit dem Brechen einer Vereinbarung oder eines Versprechens zusammen, dass er Dir gegeben hat. Dummerweise funktioniert dieser Spielzug, und die Partnerin ist außerstande, auf die Erfüllung der getroffenen Vereinbarung zu bestehen.

 

Die Zeit danach

ER ist das unschuldige Opfer

…das jegliches Fehlverhalten und jegliche Provokation abstreitet. Oft geht er soweit, ein öffentliches Drama zu inszenieren rund um seine Trauer darüber, dass seine böse Partnerin ihn verlassen oder vor die Tür gesetzt hat, – „nach allem was er für sie getan hat…“. Meisterlich und vor allem Mitgefühlheischend spielt er die Rolle des ungerecht behandelten Opfers , während er gleichzeitig weiterhin ihre Grenzen überschreitet, sie belästigt, und möglichst in öffentlichen Situationen zu demütigen versucht.

Stalking.

Stalking dient häufig dazu, auch nach einer Trennung noch einen Kontroll-Fix zu erhalten, einfach nur dadurch, dass er ihr weiteres Unbehagen bereiten kann. Stalking kann verschiedene Formen annehmen, bisweilen sogar eine „Banalität“ wie den Umzug in „ihr“ Viertel (natürlich wird er sichergehen, dass sie durch andere Menschen auch davon erfährt).

Natürlich wird er irgendeinen hanebüchenen Grund für seinen Umzug angeben; der wahre Grund dürfte allerdings darin liegen, dass er einfach unfähig ist, loszulassen und weiterhin IRGENDeine Form der Macht über sie ausüben will. Letztendlich handelt es sich hier um eine sehr subtile aber dennoch effektive Art und Weise, seine ehemalige Partnerin zu terrorisieren, da diese auch noch lange Zeit nach der Beziehung Angst vor ihm hat, und durch die Vorstellung, ihm jederzeit begegnen zu können, massiv eingeschränkt wird.

Letztendlich trampelt er dadurch bewusst und gezielt auf Deinen Grenzen herum. Vielleicht geht er sogar so weit, sein nächstes Opfer gezielt in Deiner persönlichen Umgebung zu suchen, und „zufällig“ meist genau vor Deiner Haustür zu parken.

Vermeintliche Fürsorge.

Es ist sehr üblich, dass die ehemaligen Partner bzw. Opfer von Gefühlstätern nach der Beziehung eine diffuse Angst vor diesem Menschen verspüren und jeglichen Kontakt vermeiden wollen. Dahingegen wird er vermutlich alles daranlegen, um nach außen hin möglichst ruhig, bedacht und sogar unterstützend zu wirken, während er gleichzeitig absichtlich seine Bedenken hinsichtlich ihrer vermeintlichen Labilität verbreitet. Dabei fallen häufig Sätze wie „ich grolle ihr nicht“, „ich mache mir große Sorgen um sie“, während er gleichzeitig weiterhin keinerlei Respekt für ihre Grenzen und ihren Wunsch, jeglichen Kontakt zu vermeiden, zollt. Er wird Freunde und Bekannte nach ihrem Befinden ausfragen, angeblich weil er um sie besorgt ist. Tatsächlich geht es ihm aber vielmehr darum, ein Mindestmaß an Kontrolle und Einfluss zu behalten, auch lange nach der Trennung. Was er wirklich von ihren Freunden hören möchte ist wie schlecht es ihr geht, da derartige Informationen sein Selbstbild unterstützen.

 

Fazit

In JEDER Beziehung kommt es zu Konflikten, die auf vielerlei Wegen gelöst werden können, positiv so wie negativ. Missbrauch und Misshandlung sind NIE der richtige Weg, egal wie viel Schmerz, Verzweiflung und Ohnmacht der misshandelnde Part bisher erlebt hat, egal was seine „Themen“ sind und woher sie stammen.

Jeder Mensch hat eine Wahl, jeder Mensch kann sich entscheiden. Wenn Dein Partner sich Dir gegenüber verhält, wie in diesem Abschnitt beschrieben, dann hat er gewählt, Dich (emotional) zu misshandeln und/oder zu missbrauchen.

Dein Partner hat die Wahl. Er kann ehrlich und aufrichtig sein, – oder eben passiv-aggressiv und verstohlen Dir gegenüber auftreten.

Es ist völlig egal, auf welche Art und Weise er versucht, Dir die Schuld an seinem Verhalten in die Schuhe zu schieben, es gibt keine akzeptable Begründung und/oder Entschuldigung für Missbrauch, Misshandlung und/oder Gewalt.

Wenn Du ein Opfer von emotionaler Misshandlung bist, wirst Du irgendwann der Tatsache ins Auge sehen müssen, dass Dein Partner Dich nicht liebt, und Dich wahrscheinlich schon seit langer Zeit nicht mehr liebt, egal wie sehr er seine Liebe beteuert. Ein Mensch, der andere Menschen – und vor allem seine ihn liebende Partnerin mit einer derartigen Grausamkeit und Kälte behandelt, ist derart von Selbsthass absorbiert, dass er weder sich selbst, noch einen anderen Menschen wirklich lieben kann. Was er fühlt, ist Besessenheit und nicht Liebe.

Wenn Du ihm ständig erneut die Grundlagen von Respekt und Höflichkeit erklären musst, wenn Du immer wieder en Detail erläutern musst, warum Dich sein Verhalten verletzt – und trotzdem das Gefühl hast, dass er es einfach nicht begreift, – geh. So schnell und so weit von ihm weg, wie Du nur kannst.

Beziehungsfähigen Menschen muss man nicht wieder und wieder Konzepte wie Respekt, Mitgefühl und Rücksichtnahme erklären. Fall nicht darauf rein, wenn er einfach nur zugibt, Dich verletzt zu haben. Viele missbräuchliche Partner sind Meister der „Entschuldigungen, die keine sind“. Ein Entschuldigung sollte immer ein explizites oder zumindest ein implizites Versprechen beinhalten, dass er das, wofür er sich entschuldigt, nicht mehr tun wird. Jede Betroffene könnte wahrscheinlich Seiten und Bücher mit fadenscheinigen Pseudo-Entschuldigungen füllen, die weder die Übernahme von Verantwortung für das eigene Verhalten, noch den Wunsch nach Verhaltensänderungen beinhalteten.

Es ist weder falsch, noch ungesund, noch vermessen Dir eine Beziehung zu wünschen, die von gegenseitiger Liebe und Mitgefühl geprägt ist. Vielmehr ist es diese Offenheit füreinander, die die notwendige Intimität einer gesunden Beziehung überhaupt ermöglicht.

Zwei in emotionaler Hinsicht gesunde Menschen können eine von Offenheit, Liebe und Intimität geprägte Beziehung führen ohne Co-Abhängigkeit zu entwickeln.

Ein Mensch, der in der Lage ist, Dich auf gesunde Art und Weise wahrhaftig zu lieben, will Dir weder wehtun, noch wird er absichtlich Dinge tun, die Dir wehtun. Er wird auch nicht Deine Unsicherheit gegen Dich ausspielen und wird vor allem keine „psychologische Kriegsführung“ gegen Dich einsetzen. Er wird nicht DICH für jegliche Probleme innerhalb und außerhalb Eurer Beziehung verantwortlich machen und auch keine Probleme produzieren, mit dem einzigen Zweck, Dich zum Sündenbock zu machen.

Ein Mensch, der Dich wirklich liebt, wird Dich mit Respekt, Rücksicht, Höflichkeit, Ehrlichkeit und Mitgefühl behandeln. Solltest Du Dich in einer Beziehung mit einem Gefühlstäter befinden, besorge Dir kompetente Hilfe. Je schneller Du begreifst, dass Deine Beziehung schädigend ist und ihn verlässt, desto schneller wird sich Dein Leben verbessern.
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Your thoughts here
  1. Ich war erleichtert, als ich diesen Blogartikel gelesen habe. Danke. Vieles davon das habe ich viele Jahre (erst heute wieder bei der Rückgabe der Wohnungschlüssel) erlebt. Ich bin oder war an allem Schuld: an ihrer Wut, dass die Liebe kaputt ging, dass meine Frau mich schlug und Stühle nach mir werfen musste, dass sie jeden Tag eine Flasche Wien trinkt («seit du nicht mehr hier wohnst, trinke ich viel weniger…») und irgendwann einmal habe ich das geglaubt und von dem, der ich einmal war, ist eigentlich nicht mehr viel übrig.

  2. Matthias ,spricht da der Täter der sich in Opfer Rolle suhlt ?????
    Mal ehrlich dein/e Partnerin kann dich provozieren bis aufs Blut ,wenn du kein Gewalttäter bist kannst du die Situation deeskalierend lösen , schlägst du gerne mal zu springst du auf sowas voll ein. Du kannst dir ja gar nicht vorstellen was „ein Schlag“ und / oder psychische Gewalt mit einer Frau machen. Sie werden traumatisiert fürs Leben.

  3. Vieles in obigem Artikel ist interessant und richtig, aber dieser Satz ist ja wohl ein GANZ schlechter Scherz:

    „Natürlich ist es möglich, dass weibliche Missbrauchs-Überlebende zu Täterinnen werden, meist werden jedoch Frauen ohne ausreichende therapeutische Interventionen eher zu Opfern und männliche Überlebende eher zu Tätern.“

    Es würde mich SEHR wundern, wenn diese Behauptung wissenschaftlich untermauerbar wäre.

    Vielmehr sehe ich (als Mann) das romantifizierende Geschlechterbild, das sich meiner Vermutung nach hinter derartigen Annahmen verbirgt, als Grund dafür, warum FRAUEN als Täterinnen immer wieder ein Persilschein ausgestellt wird – oder es erst gar nicht zur „Anklage“ kommt.

    Zu welch perfiden Formen des Machtmissbrauchs gerade Frauen im Stande sind, weiß jeder aufrichtige Mensch. Und warum sollten Täterinnen nicht ebenfalls eine Vergangenheit als Opfer haben? Das wäre nur plausibel.

  4. Meine Kinnlade ist gerade runtergefallen und meine tränen fließen…

    meine ex freundin hat sich auch so verhalten und mir oft die schuld gegeben z.B sie hat mich z.B zu tode provoziert und wenn ich dann geschriehen habe weil ich wütend wurde meinte sie „SIEHST DU SCHON WIEDER BIST DU SO AGRESSIV“.

    und das ist nur ein beispiel von tausenden.Trotzdem hänge ich noch an ihr nach 4monaten der trennung…. ich denke an die „schönen zeiten“ die nüchtern gesehen die seltensten momente waren.Nach der trennung hatte sie auch nach 3wochen einen neuen.als ich sie sah war sie eiskalt und habe sie konfrontiert.Sie hat sich dann schützend vor ihrem neuen aufgebaut als würde ich austicken.Ich habe sie übrigens niemals geschlagen.Sie mich aber mit der blanken faust.
    Sie sagte auch immer sie sei der „Mann“ weshalb ich große selbstzweifel bekam und bücher über männlichkeit las.

    danke für die aufklärung.
    Ich bin glaube ich noch innerlich sehr verwirrt.So einer person nachzutrauern kann ja nicht normal sein?…. was kann ich tun?

  5. Vielen Dank! Ich habe mich 100% in dieser Seite wiedergefunden…das ist mein Noch-Mann, der dort beschrieben ist…leider. Ich trage immer noch Liebe für ihn im Herzen, aber anscheinend gibt fast keine Hoffnung für uns..ich werde versuchen, den Rat zu befolgen und werde laufen…ganz weit weg, auch wenn ich nicht wirklich glauben will.

  6. Ich sitze auf meiner Couch und mein Mann sitzt mit gegenüber und habe erneut einen schrecklichen Tag mit Ihm hinter mir. Sagte mir zusammengefasst, das all die Mühe die ich mir berufl. mache ( arbeiten auch zusammen) , alles sinnlos ist. Spielerei ect. Ich erzähle nur Käse..,,,ich weiss nicht was noch alles. ich nutze jeden Moment den ich allein habe. Gehe viel mit meinem Hund. Wenn ich den nicht hätte..dann wäre mir alles egal…so schlimm ist es.
    Ich las as hier und war erschrocken wieviel ich davon wiedererkenne. Ich weiß nicht mehr weiter. Er zerstört mich und ich wünschte, ich hätte Ihn nie geheiratet. Das übrigens sagt er mir immer wieder und vieles mehr, Es sind auch alle anderen immer schuld und Frauen generell sowieso.

    ich kann nicht mehr .

  7. Eine guter, sehr emotionaler Artikel! Ich weiß nun nicht, ob ich Diejenige bin, die emotional misshandelt oder doch mein Partner! Die genannten Symptome stimmen ausnahmslos, nur verschwimmt die Rollenverteilung gerade für mich! Allerdings hat dieser Artikel dazu beigetragen, mein Verhalten und auch Seines intensiver zu beobachten! Niemals möchte ich meinem Partner so etwas zu Leide tun!

    • Danke für deinen Kommentar – mir geht es genauso. Ich stelle beim Lesen ebenfalls fest, dass Teile der Beschreibungen des Täterverhaltens, auch Beschreibungen meines Verhaltens sein könnten bzw. der Dinge, die mir mein Mann vorwirft. Allerdings bin ich nicht sicher, ob das nicht zum „Spiel“ gehört – zu denken, man selbst sei der Täter, während man in Wahrheit das Opfer ist. Es ist ein wenig wie bei der ewigen HUHN-EI Frage – was war zuerst?

  8. Meine Beziehung hier niedergeschrieben zu finden erleichtert mich ungemein. Ìch habe sicher auch Fehler aber ich weiss jetzt auch dass ich nicht spinne und mir das alles eben NICHT einbilde. 1000 Dank an den Verfasser !

  9. Was hier beschrieben wird, habe ich hinter mir. Aus dem anfänglichen „Traummann“ wurde ein Alptraum, kaum dass er mich in seine Abhängigkeit gebracht hatte. Wir nannten es eine gemeinsame Zukunft planen, verstanden aber ganz offensichtlich Unterschiedliches. Nach der Trennung versuchte er alles, um mich zu bestrafen, zu kontrollieren und Macht über mich auszuüben.
    Ich bin noch nicht vollständig geheilt, aber danke den Autoren für diesen Artikel, er unterstützt mich in meinem Heilungsprozeß.

  10. Erschreckend!!!! Ich erkenne mich und meinen „zustandspartner“ in diesem Artikel wieder!! Ich liege, durch den physischen streß/Bedrohung/Entmündigungen mit vorwehen und erschöpfungszustand im KH. Er hat es soweit geschafft, dass sogar das Leben unseres Babys betroffen ist aber auch dort wüsste ich die Antwort: DU stresst DICH selber einfach zu viel! Ich scherze dich nur wenn ich dir sage, dass ich dich töte wenn du mich verlässt“ „DU bist einfach zu empfindlich“ „ICH arbeite doch nur wie ein Schuft um dir etwas zu bieten..du bist so undankbar“…..aber auch hier im KH kann mir keiner sagen, wie ich mich und mein Baby vor dem emotionalen streß schützen kann :(

  11. Mir erging es genauso. Jahrelang hab ich geglaubt ich bin an allem Schuld, muss ihm alles recht machen nur um keinen neuen Streit zu provozieren, bis ich am Schluss das Gefühl hatte ich werde verrückt. Wusste nicht mehr was Richtig und was Falsch ist. Wegen meiner beiden Kinder, habe ich die Notbremse gezogen.
    Ich leide heute noch unter den Folgen, mein Selbstbewusstsein ist am Boden, ich glaube nicht liebenswert zu sein wenn ich nicht alles Perfekt mache.

    • Wie krass, daß Du das auch noch genau am 19.11. geschrieben hast, der Geburt meiner Tochter, die als extremes Frühchen zur Welt kam, weil ihr Vater ein selten extremer Soziopath, psychisch und physischer Gewalttäter ist, der Narziss aber sowas von Konkurrenz gemacht hätte .. obwohl nee…Narziss war absolut harmlos gegen ihn.

      Ich bin mittlerweile so am Ende, daß ich es einfach nicht schaffe aus dieser Situation heraus zu kommen. So viele Jahre mache ich das jetzt schon mit und weiß selbst nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich verstehe mich selbst zu keinem Prozent mehr. War ich früher eine wirklich hübsche junge Frau, die sehr auf ihr Aussehen geachtet hat und sehr aktiv war, bin ich jetzt nur noch ein Haufen Elend, das froh ist, wenn es ohne Stress und ruhig den Tag rumbekommt. Ich sitze zuhause, kümmer mich um die Kinder und das ist alles wofür ich noch Kraft habe, Zu mehr reicht es einfach nicht mehr.

      Irgendwie frag ich mich manchmal ob da irgendwie etwas unbewusstes in mir ist, daß nur noch hofft, daß ALLES aus ist. Denn mein ganzes Verhalten deutet absolut darauf hin.

      Ich versteh mich selbst nicht, wieso ich mich eimnfach zu nichts aufraffen kann. Ich hab so ein ohnmächtiges Gefühl, weil ich shcon so viel versucht habe .. war schon im Frauennhaus mehrmals, hatte schon mehrere einstweilige Verfügunungen .. aber dieser Mann ist so extrem, dem ist wirklich alles egal.

      Er hat mittlerweile schon mehrere Anzeigen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, weil er die sogar zusammenschlägt, sobald die auftauchen (wenn ich sie mal gerufen habe oder Nachbarn) .. jedesmal wenn ich im Frauenhaus war hat er mich gefunden und der Knaller ist, der zeigt nach Außen sein wahres Ich nicht und kann reden wie ein Heiliger. Er ist ungeheuer charmant … deswegen bin ich ja auf ihn reingefallen .. weil er einen unglaublichen Charme hat, ein tolles Aussehen .. ein Aussehen, das komplett etwas anderes ausstrahlt als dann am Ende rauskommt … und der Knaller war, als ich iohn kennenlernte hat er alles so dargstellt, als wäre er der arme Verlassene, der von seiner Ex ja so böse behandelt wurd eund die sooo böse war ihn zu betrügen und ihn zu verlassen, die sogar so dreist war die Polizei zu rufen und so lächerlich Polizeischutz beantragt hat … und das bei IHM!!!???

      Damals hab ich ihm das alles geglaubt. Heute weiß ich, daß sie ihn betrig, weils ie hoffte daß sie so von ihm wegkommt, da er auch sie gestalkt hatte und er auch bei ihr wirklihc shclimm war. Aber daß sie ihn verlassen hat, daß hat ihn noch shclimmer werden lassen. Denn der Hit ist ja .. alle Frauen davor hat ER verlassen, obwohl er die schon schlecht behandelt hat mit Schlägen und psychischer Gewalt. Aber es sind ja immer die Frauen Schuld und überhaupt hat er ja so eine schlimme Kindheit gehabt (hatte er wirklich, er wurde wirklihc shcon gequält von seiner Mutter .. verbal und körperlich .. wirklich shclimm .. deswegen hab ich lange Zeit gedacht, er kann nichts dafür wie er ist, denn er hat ja nichts anderes gelernt. Und im Grunde frag ich mich wirklich, wieso es okay ist einem Krebskranken zu helfen und bei ihm zu bleiben, bzw. wird man da schon fast als Held gefeiert, aber auf der anderen Seite ist es ein Unding und Verbrechen,w enn man bei einem psychisch Kranken bleibt.

      Jedenfalls dachte ich lange so .. aber ich weiß heute, daß all mein Verständnis und all meine Briefe, Gespräche mit ihm und seiner Familie, alles was ich tat hat absolut nix gebracht und wird es auch nie. Wie bei einem süchtigen, braucht er die Einsicht und die hat er zu 0% !! Es war sehr viel was ich für ihn tat und wegen ihm tat .. in der Hoffnung ihm zu helfen..es drehte sich alles nur um ihn jahrelang .. im Grunde bis heute .. obwohl heute fühlt es sich an als hätte er mich mittlerweile ausgelöscht .. da war kein Platz für ein anderes Ich … Sein ICH ist so dermaßen einnehmend, es walzt alles andere nieder und ich bin verblasst, verschwunden.

      Ja .. GENAU SO IST ES. Mich gibt es irgendwie gar nicht mehr. Mein ganzes Verhalten mein ganzes Ich ist mittlerweile nur noch eine Reaktion auf sein Handeln und Denken .. auf sein ICH. Eine Schlussfolgerung nach 12 Jahren mit ihm.
      Da ist nur noch eine Hülle, die weitermacht, wofür weiß die nicht und warum auch nicht … weil es halt immer weitergeht.

      Und ich habe mittlerweile jede Hoffnung aufgegeben, WEIL ich schon alles versucht habe. ich WAR in mehreren Frauenhäusern, auch in anderen Städten … er hat mich IMMER gefunden. Da ist er sehr einfallsreich.

      Und aufgrund seiner eloquenten Art udns einer Erscheinung hat er es doch tatsächlich geschafft, das wovor ich immer solch eien Angst hatte und was er mir immer so dermaßen eingeflösst und eingebläut hat: Daß ich doch einfach nur übersensibekl udn irgendwie auch verrückt zu sein scheine. Jemand wie IHN … sojemand macht sowas nicht. Genau das glaubt jeder, der ihn kennenlernt, oberflächlich.

      Hinzu kommt, daß er wirklich zu allem fähig ist. Ich bin schonmal aus dem Fenster im 3.Stock gesprungen, weil er mit dem Brotmesser auf mich los ist und ich wusste: ‚Wenn Du hier bleibst bist Du auf jeden Fall tot. Wenn Du springst hast Du wenigstens eine Chance.‘ Also sprang ich.

      Und durch meine wirklich extreme Angst vor ihm (gleichzeitig kenne ich ihn aber auch in- und auswendig und weiß, WANN ich bei ihm mit allem rechnen kann und wann nicht). Deswegen ist es ja so, daß ich sofort verängstigt wie ein kleines Mädchen und total eingeschüchtert und wie ferngesteuert irgendwie, klein beigebe, sobald er vor mir steht. Sobald er anwesend ist oder ich weiß er ist ganz in der Nähe .. dann ist einfach vorbei. Dann fühl ich mich wie so ein kleines Kind, das etwas ganz schlimmes getan hat und gehe wieder brav mit.

      Denn bisher konnte NICHTS mich vor ihm retten. Keine Polizei, keine einstweiligen Verfügungen, kein Frauenhaus und sogar der Knast nicht. Denn die 1. (und bis jetzt auch letzte) Verurteilung wegen Widerstands gegen die STaatsgewalt und gegen mich hat er doch tatsächlich in offenen Vollzug ummünzen können dank seines Anwalts und seines Gehabes vor Gericht.

      Vor diesem Mann könnte ich nur fliehen, wenn ich in ein weit entferntes Land ziehen würde…und manchmal glaub ich auch, daß das nur was bringt unter anderem Namen.

      Ich hab hier einen kleinen Bruchteil von dem geschrieben was ich mit ihm erlebt habe. Ich kenne viele Geschichten von Frauen, die sehr schlimme Männer hatten und ich schäme mich dafür, daß meine Geschichte immer die schlimmste und unglaublichste ist. Ich schäme mich dafür, daß ich bin wie ich bin.

      Den Kindern hat er übrigens noch nicht 1x auch nur 1 Haar gekrümmt Er hat 1x versucht meinem Sohn als Baby was zu tun (zum Glück hab ich schon gemerkt daß sich da was anbahnt und es kam nicht dazu) Da stand ICH dann mit dem Messer vor ihm .. und habe da wohl dermaßen auf ihn Eindruck machen müssen, denn seitdem hat er es nie wieder getan oder versucht.

      Aber sie haben schon ab und an mitbekommen wie schrecklich er mich behandelt und was für shclimme und unglaubliche Dinge er zu mir sagt. Und 1x haben sie gesehen wie ich ein sehr shclimmes blaues Auge hatte und meine Große wusste sofort woher und ich brauchte ihr auch nichts anderes zu erzählen.

      Sie hassen ihn. Ja leider ist das so. Leider deswegen, weil ich ihnen wünschen würde, daß es keinen Grund gibt ihren eigenen Vater zu hassen. Ich wünschte, sie hätten niemals so schlimme Wörter über die eigene Mutter aus dem Mund ihres Vaters gehört.

      Ich habe nichts und wüßte gar nicht wie ich ohne ihn leben soll. WIE wir leben sollten?

      Ich bin nur froh, daß ich sie vor dem schlimmsten bewahren konnte und daß sie trotz allem eine unbeschwerte Kindheit haben. Denn dafür wende ich alles auf was ich noch habe in mir, daß ich alles was geht von ihnen fernhalte.

      • Liebe Leelith,

        ich bin kein Psychologe, habe aber selbst eine psychische Gewalt durch meinen Mann erlebt, sowie eine Co-Abhängigkeit in der darauf folgenden Beziehung und leide noch heute darunter. Ich befinde mich jetzt (nach 14 Jahren!) in einer Therapie und beschäftige mich viel mit den Themen der Abhängigkeit, psychischen Missbrauchs, Persönlichkeitsstörungen und ähnlichen.
        Es geht jetzt aber nicht um mich, Dein Beitrag berührte mich so sehr, dass ich Dir irgendwie helfen möchte.
        Es wird Dir nicht gefallen was ich Dir zu sagen habe, aber Erkenntnis ist der erste Schritt zur Heilung.
        Zuerst muss ich Dir sagen, dass Deine Kinder keinesfalls eine glückliche Kindheit haben können – auch wenn nach Außen alles ok zu sein scheint, erleben sie die Gewalt an Dir und leiden darunter. Es ist nicht auszuschließen, dass sie im späteren Leben irgendwelche psychischen Probleme entwickeln werden, die durch schlimme Erlebnisse in der Kindheit verursacht wurden (das, was Du beschreibst IST für die Kinder ein schlimmes Erlebnis, wenn nicht sogar eine Dauer-Trauma – „ich kann meine Mama nicht beschützen“).

        Was Du schreibst bezüglich Deiner Unfähigkeit den Mann zu verlassen, erinnert mich an meine Co-Abhängige Beziehung, welche 9 Jahre gedauert hat, obwohl meine Erlebnisse im Vergleich zu Deinen ein Kinderspiel zu sein scheinen. Mein Freund schlug mich nicht, er war sehr liebevoll, ich liebte ihm abgöttisch. Aber er ging fremd (mit mindestens 50 Frauen, führte nebenbei auch noch 2 weitere Beziehungen) und ich litt so sehr darunter, dass ich nicht mehr leben wollte und konnte. Ihn verlassen konnte ich aber nicht. Es war so, als würde ich mir selbst die Luft zum atmen abschnüren, wenn ich ginge. Es war unmöglich mich zu trennen. Schließlich nach 9 Jahren fasste ich meine ganze Kraft zusammen und verließ ihm (ich „konnte nicht mehr“). Kein Mensch kann so ein Schmerz ertragen (sich zu trennen, wenn man ohne den anderen nicht leben kann) – die Trennung schmerzte mehr, als seine Seitensprünge. Das war vor 5 Jahren. Bis heute leide ich darunter und ertappe mich oft dabei, Sehnsucht nach ihn zu verspüren. Es ist immer noch nicht vorbei, obwohl schon viel besser (ICH KANN OHNE IHN LEBEN!!!).

        Was mir aber damals geholfen hat war das Buch von Robin Norwood „Wenn Frauen zu sehr lieben“. Das Buch ist auf Frauen zugeschnitten, die Co-Abhängig sind, die an Beziehungen festhalten, die toksisch sind – durch Alkohol, Gewalt oder Fremdgehen. Egal, welche Ursache – die Auswirkung auf die Psyche der Frau ist immer die gleiche. Ich kann Dir nur empfehlen, das Buch zu lesen – Du wirst Dich dort wiederfinden und wirst verstehen, was das alles mit Dir macht (und wie es zu heilen ist).
        Das ist der erste Schritt.

        Nächster Schritt MUSS eine Trennung sein. Sorry für dieses „muss“, aber bei solchen Menschen, wie Dein Mann gibt es keinen anderen Ausweg. Sonst gibt es keine Hilfe für Dich … Du wirst nie wieder gesund, wenn Du bei ihm bleibst…
        Du schreibst, dass Du nicht weißt, WIE ihr ohne ihn leben solltet – meinst Du die finanzielle Seite? Klar, das ist wichtig, aber nicht um jeden Preis. Ich habe meinen Mann verlassen (da er mich psychisch so fertig gemacht hat, dass ich nur an Selbstmord gedacht habe und keinen Sinn im Leben sah) wohlwissend, dass ich mich und die Kinder in ein finanzielles Disaster stürzen würde. Das war mir aber egal – lieber hungern, als unter dem gewalttätigen Mann leiden und meine Kinder ebenfalls leiden zu lassen. Bis heute (14 Jahre nach der Trennung) kämpfe ich mit den Finanzen, habe kaum Geld (muss noch unser Haus abbezahlen, welches wir weit unter Wert verkauft haben). Ich lebe auf Harz4 Niveau, obwohl ich arbeite – aber mir geht es gut! Ich würde es wieder tun, wenn es sein müsste. Habe bitte keine Angst vor finanziellen Konsequenzen. Eure Sicherheit und seelische Gesundheit hat die oberste Priorität!

        Schwieriger wird es sein, sich von ihm fernzuhalten (oder eher umgekehrt) – aber ich denke, das wird ein späteres Problem sein, das gelöst sein muss (aber bestimmt lösbar). Das Wichtigste ist die räumliche Trennung. Du musst den ersten Schritt in Richtung Heilung machen, anders geht es nicht… Vielleicht kann Dir ein Anwalt helfen (es gibt Prozeßkostenhilfe, falls Du Dir keinen Anwalt leisten kannst).

        Oder Du suchst Dir eine Therapie – die Kassen bezahlen das. Nur solltest Du wissen, dass ein Therapeut Dir ebenfalls raten wird, Dich zu trennen. Wenn mich etwas krank macht, dann muss ich das vermeiden! Du kommst nicht drum rum um die Trennung, es sei denn Du möchtest weiter leiden (denk an Deine Kinder!).
        Du hast es allein in der Hand, ohne Deine Entscheidung etwas zu ändern wird nichts passieren und ihr werdet weiterhin leiden. Bitte! Lese das Buch. Suche Dir Hilfe beim Psychologen. Du scheinst ganz unten angekommen zu sein – es gibt keinen Ausweg, nur Schmerz, Gefühstaubheit, innere Leere. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass Du mittlerweile eine Depression hast. Aber, wie gesagt – ich bin kein Psychologe – lass Dir von Fachleuten helfen!

        Es wird schwer und es wird lange dauern, aber es gibt Licht am Ende des Tunnels …

        Alles Gute für Dich

        Ich halte die Daumen, dass Du Deine Stärke findest

        Magdalena

        • Hallo, das ist wirklich eine extreme Geschichte.Ich habe auch 7 Jahremit so einem Mann verbracht, da ging es aber nicht um körperliche Gewalt…sondern um den reinen psychischen Mißbrauch. ich schaffte es erst mich zu trennen (sonst hätte ich de ewig weiter mitgemacht ) als unsere gemeinsame Tochter mit 4 Jahren eine Aussage tätigte ,die in sex.Mißbrauch ging ! Da legte ich ei mir ein Schalter um…aber mit der Trennung ging es erst richtig los…was er sich Jahre lang aufbaute (er arbeitete daran bei meinen Freunden und Familie einen Keil zwischen zu schieben) vertärkte sich …er spielte vor Gericht den armen Mann ,dem man das kind entziehen will! Das lbe tat er schon mit der Ex-Freundin,die hatten auch ein gemeinsames Kind!
          Für mich gab es nur eine Möglichkeit,da es das Gericht nicht interessierte das es nicht nur um sex.Mißbrauch ,sondern auch um emotionalen Mißbrauch an den Kindern ,an seinem Sohn aus erster Beziehung,an meiner Kindern die ich mitbrachte in die Beziehung und an unserem kleinen gemeinsamen Kind gab , war es für mich und die Kinder nötig weit weg zu ziehen.
          Aufgehört hat es nicht gleich,aber es wurde ruhiger ,da er seine Spielchen am ersten Sohn mit seiner Ex voll auslebte…wie ich im nachhinein erfuhr, nur deshalb hatte ich wahrscheinlich Ruhe! ich knn euch nur sagen,bringt den Mut auf und seit es Euch wert euch aus solchen Beziehungen zu lösen! Kein Mensch,egal ob männlich oder weiblich hat so was verdient und sollte wissen das er ein wertvoller Mensch ist und sich SELBST daraus befreien kann!!! Es gibt immer Möglichkeiten sich Hilfe zu holen,ob Therapeuten oder wie in meinem Falle nur die Cousine…es gibt einen Weg daraus <3 !!!!

        • Hallo Magdalena,

          ich heul gerade vor Freude und Erleichterung, weil ich Deine Antwort an mich entdeckt habe. Ich hätte meinen Beitrag, vielleicht nicht als Antwort auf einen anderen schreiben sollen, dann wäre er bestimmt schon eher entdeckt worden und es wäre eventuell eher eine Antwort gekommen. Denn nachdem ich meinen Beitrag schrieb, hab ich immer mal wieder hier vorbei geschaut, in der Hoffnung, daß irgend jemand etwas dazu zu sagen hat, jemand einen Rat hat. Und da kam lange nichts und nun schau ich seit langem mal wieder vorbei und entdecke gleich mehrere liebe Frauen, die mir zu meinem Beitrag geschrieben haben. Das gibt mir gleich so ein gutes Gefühl und vor allem dieses gefühl des Verstanden werdens, das tut so gut. Zu sehen, amn ist nicht alleine und man wird auch nicht sofort runter gemacht. Ich glaube sowas können eh nur Frauen verstehen, die das selbst schon erlebt haben. Alle anderen da hört man immer nur: ‚Der schlägt Dich und Du bist noch bei ihm? Würde ein Mann 1x die Hand gegen mich erheben, ich wäre SOFORT weg. Wie kannst Du nur? Bist Du Dir selbst denn gar nichts wert?‘ Ich war selbst eine von denen, die so geredet hat, als mir mal eine Frau beichtete, daß sie von ihrem Mann terrorisiert wird. Bis dahin hatte ich auch 1x die Erfahrung mit einem Mann gemacht, der die Hand gegen mich erhob.. und DA war ich dann auch weg … auf nimmer Wiedersehen. Aber damals das war nicht DIESER Mann, mein jetziger. Es war nicht der Vater meiner Kinder. Wenn ich mir überlege, wie ich früher drauf war und wie ich heute drauf bin, dann bin ich mir mittlerweile sicher, daß das was ich erleb JEDER, wirklich absolut jeder Frau passieren könnte. Es kommt nur auf den Mann an. Er war meine große Liebe und in meinen Augen ein Opfer, ein gequältes Kind, das nach Liebe hungert. Immernoch der Liebe seiner (zutiefst kranken) Mutter hinterher hechelt und ich war der absoluten Überzeugung, daß ich die Heilung bin. Mit genug Liebe und Verständnis werde ich ihm all das Vertrauen geben können und ihm zeigen was Liebe wirklich bedeutet. Tja .. das war ein Trugschluss. Und genau das was er im Grunde wollte. Er braucht dieses Gefühl, daß sein Partner sich für ihn aufgibt und er die absolute Kontrolle hat wie die Luft zum Atmen. Ohne dies ist er wie ein hilfloses Kind. Er hat nie gelernt was Liebe ist (Sein Vater macht im Grunde dasselbe mit, mit seiner Frau/also meiner Schwiegermutter und der kommt selbst schon aus so einer Familie, also in der gesamten Familie sind diese Strukturen seit Generationen gegeben. Vielleicht ist das der Grund warum es bei ihm so extrem ist und er so absolut keine Einsicht hat. Er kennt es NUR SO.)
          Ich muss auch dazu sagen, daß unsere Beziehung viel mehr von ständigem Psychoterror gezeichnet ist, als körperliche Gewalt. Ich glaube, manche denken, daß ich ständig von ihm zusammen geschlagen werde. Es gab mal eine Zeit, da gab es häufiger Gewalt. Im Rückblich glaube ich, daß das seinerseits sowas wie eine unbewusste Konditionierung war. Da war er sich meiner noch nicht sicher und hatte mich noch nicht so unter Kontrolle, wie es dann später der Fall war, deswegen habe ich zu dem Zeitpunkt damals diese physische Gewalt öfter zu spüren bekommen, als es heute der Fall ist. Irgendwann war es dann nämlich so, daß nur ein Blick von ihm reichte und ich wusste: ‚Jetzt nicht weiter reden.‘ Oder ‚Du hast gerade das falsche gesagt.‘ ‚Den hätte ich nicht angucken dürfen.‘ (Anfangs noch, wenn wir durch die Stadt gingen – er ist krankhaft eifersüchtig – und da schweift ja der Blick unbewusst schon durch die Gegend, und mein Blick traf zufällig etwas männliches, dann unterstellte er mir gleich, daß ich mit dem Typ Sex haben will. Und beim 1.Mal sagte er was, daß ihm das nicht gefiele, beim 2., 3.,4. Mal zog er mich in den nächsten Hauseingang und gab mir eine mit dem Kopf. Beim 5. und letzten Mal das ich meine Blicke unbewusst schweifen liess, verprügelte er mich wie einen Mann auf offener Strasse.. bzw. in der Fußgängerzone. Ich blutete aus der Nase wie ein Schwein, er schlug immer wieder seinen Kopf gegen meine Stirn/auf meine Nase und agierte wie ein totaler Psycho. Und er zeigte den Leuten um uns rum daß er vor nix halt machen würde.
          Er schrie die sogar an: ‚Wieso hilft ihr denn keiner? Na traut sich keiner? Wenigstens das Handy zücken und die Polizei rufen? Nein…?‘ Und lacht immer wieder so dreckig .. Und es kam nix von denen die das sahen und dann sagte er immer wieder zu mir: ‚Siehst Du was Du für ein Stück Scheiße Du bist??? Dir WILL nicht 1 von denen helfen. Das würd mir aber schwer zu denken geben.‘ Und es hat mir tatsächlich KEINER geholfen. Nicht 1! Die standen da und glotzten. (Aber der macht auch den Eindruck, als wenn er zu allem fähig ist, weil er ist es auch einfach, wenn er in dieser Stimmung ist. Und er ist knapp 1,90 groß und sehr kräftig. Also daß da der eine oder andere Mann bedenken hat..) Einer rief: ‚Versuchen sie wegzulaufen.‘ Und er zu dem: ‚Ich zeig Dir mal wie ich das regel, wenn sie versucht wegzulaufen, und sagt: ‚Okay, ich geb Dir ’ne Chance. Lauf… na lauf…!!!‘ Und ich hatte dann wirklich die Hoffnung, ihm davonrennen zu können und bin gerannt wie bescheuert und was macht er? Rennt hinterher und packt mich an den Haaren und reisst so dran, daß ich umfall und schleift mich hinter sich her wieder zu den ganzen Leuten. (Das fand ich so krass. Weil ich war schon ziemlich weit weg und er hätte doch froh sein müssen, daß wir nicht mehr da standen wo die ganzen Leute waren..aber er schleift mich wieder da hin und sagt: ‚So regel ich das.‘) Der hat da ’ne hübsche Vorstellung gegeben und ich glaube irgendwie, vielleicht hat mir auch keiner geholfen, weil sie dachten, daß sie so alles noch schlimmer für mich machten. Und wahrscheinlich waren die auch einfach ungläubig. Ich kann mich noch an die ganzen Male erinnern, wo ich das Gefühl hatte, als würde ich neben mir stehen, und ihm und mir zuschauen, total ungläubig, nicht fassend könnend, daß es so einen Menschen überhaupt geben kann. Das ist etwas was mich komischer Weise, so irrsinnig das sich auch anhört ein Gefühl/ein Zustand, der mich die erste Zeit, wo das alles so richtig anfing, irgendwie dauernd begleitete: Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit. So als wäre das alles ein böser Traum, aus dem ich bald aufwache. Ich konnte ES NICHT FASSEN, wie ein mensch so sein kann, wie man so werden konnte. Im wahrsten Sinne. Das muss man sich mal überlegen. Ich glaube das Gefühl, was sich am meisten in mir regte damals, war Mitleid!!??! Ich muss schon echt einen an der Klatsche haben.

          Oder wie er meine ganzen Freunde vergrault hat. (Obwohl ich mich heute frage, ob ich jemals Freunde hatte. Also würde meine Freundin sowas mitmachen, da könnt ich noch so einen Schiß haben vor dem Kerl. Ich würd ihr helfen. Ich würde was machen. Ich habe mal einer wildfrmden Frau geholfen, als sie von ihrem 2m großen Typ verprügelt wurde im Freibad. Da saßen um die 30 Leute drumrum und KEINER .. keiner hat was gemacht, alle haben so getan als wäre das nicht ihr Ding..ich konnte das nicht glauben und da bin ich dann aufgesprungen und hab mich mit dem angelegt. Und der hat versucht mich einzuschüchtern, aber mir war das egal … ich wollte dieser Frau helfen. Als er auf mich zukam, hab ichs Handy gezückt und Polizei gewählt. Da ist er shcnell abgehauen. (Aber man muss ja auch die Möglichkeiten haben zu helfen. Was hätte meine Freundin tun sollen? Damals war sie selbst in einer richtig kritischen Situation in ihrem Leben.)

          Jedenfalls .. wenn ich zu lange bei meiner Freundin war … in seinen Augen. Dann wartete er da schon (ohne daß ich es wusste natürlich). Wenn ich oder wir raus kamen, dann kam er plötzlich aus irgdneiner Ecke und zog mich an den Haaren nach Hause. Die ersten paar mal wollte mir meine Freundin noch helfen. Da zog er sie an den Haaren wieder zu ihrem Hauseingang. Und er hat irgendwas zu ihr gesagt, was ich bis heute nicht weiß, aber seitdem hat sie sich nie mehr mit mir treffen wollen und meinte zu mir mal am Telefon: ‚Ich hab einfach zu viel Angst vor ihm. Der ist wirklich zu allem fähig. Ich trau dem ALLES zu.‘

          Oder als ich bei meinem Kumpel als Haarmodel abends im Friseursalon war. (Das sind alles Geschichten, die in den ersten 3 Jahren passierten.) Er fragte vorher, wie lange es dauern würde. Und damals wusste ichs chon, ich muss eine ganz genau Zeit sagen, bzw. die Zeit so bemessen, daß es bloss nicht länger dauern könnte. Nur bei einem Friseurtermin weiß man das ja nie so genau. Ich sagte, weil ich dachte, daß ich die einzige da bin (nach Feierabend), daß es bestimmt nicht länger als 2 Stunden dauern wird. Es dauerte länger, weil es gab noch 2 andere Haarmodelle und mein Kumpel übte für seine Abschlussprüfung oder sowas. Ich durfte mir alles mögliche aussuchen, Farbe, Haarschnitt, egal was ich gewollt hätte, sogar teure Haarverlängerung, egal was, ich hätte es um sonst bekommen. Er machte mich toll zurecht, und ich war fast fertig, als es an der Tür bollerte. Also direkt voll das Eingedresche. Und als der Besitzer aus Angst nicht sofort aufmachte, rief ich ihm zu ..machen sei schnell auf, der tritt sonst gleich davor, bis die Tür irgendwie aufgeht. Ich nahm ihm dann den Schlüssel ab und machte auf und versuchte Mr.Psycho sofort zu beruhigen. Aber er schrie immer nur wie besessen: ‚Du hast gesagt 2 Stunden Du Miststück. 2 Stunden!!! Keine 2 1/2 keine 3.. 2 STUNDEN!!! Ich sah seine Augen und wusste sofort, ich muss den hier wegkriegen. Die anderen wissen ja nicht wie der drauf ist und die standen da wie paralysiert, weil die sowas unter Garantie auch noch nie gesehen haben. Der kam da an wie ’ne Naturgewalt und war total ausser sich. Dem Besitzer flog noch das Handy aus der hand, wahrscheinlich hatte er versucht die Polizei zu rufen. Aber ich sagte nur zu denen, keine Angst, wir sind sofort weg.

          Er legte mir seinen ‚berühmten‘ Handgriff um meinen Hals und dirigierte mich so nach Hause. Das hat er die ersten 3 Jahre immer gemacht, Hand von hinten um den Hals, so als hätte er Angst, daß ich weglauf. Sogar wenn mal alles okay war. Obwohl nein. Nicht von Anfang an. Dieser feste Handgriff um den Hals, der fing an, als er sein wahres Gesicht offenbart hatte und er und ich wussten, daß ich nun Bescheid weiß, mit wem ich es zu tun hab.
          Auf dem Weg nach Hause sagte er mir, daß ich ja wohl wissen werde, daß er das nicht dulden kann und er mich zuhause bestrafen müsse. Es ist mir peinlich zu sagen, was er zuhause dann mit mir machte. Ich kann nur soviel sagen, daß diese Bestrafungen immer die Momente waren, wo ich nackte Todesangst hatte und ich keinen Mensch mehr vor mir hatte, sondern ein Tier. Obwohl nein… die armen Tiere. Ich weiß nicht wie man das nennen kann. Ein Etwas.
          Das waren auch die Momente wo ich immer versucht habe zu fliehen und wo ich glaube, wenn ich nicht geflohen wäre, wäre ich bei jedem einzelnen Mal von ihm getötet worden.
          Beim 1.Mal war der Höhepunkt seiner sogenannten Bestrafung, daß er ein großes Küchenmesser aus der Schublade nahm und auf mich zugerannt kam, als ich auf der Couch saß. Ich nahm im letzten Moment ein Kissen, das neben mir lag, drückte meinen Oberkörper so fest es ging nach hinten in die Couchlehne – also das was man im Rücken hat – (damit es nicht so tief eindringen konnte … ich ahnte nämlich daran wie er das Messer führte, daß er auf meinen Oberkörper einstechen würde) und versuchte gleichzeitig mit dem Kissen irgendwie das Messer abzuwehren. Was mir auch insoweit gelang, als das nur ca. 1cm der Spitze etwas oberhalb meiner linken Brust eindrang.
          Irgendwie war er perplex von seinem eigenen tun, und dann lief für mich alles ab wie in Zeitlupe, aber gleichzeitig blitzschnell. Ich sah daß im Schlafzimmer, daß rechts von mir war das Fenster offen stand und dachte nur: ‚Springen= Chance zu überleben. Hier bleiben =Tod‘ Und ich nahm meine ganze Kraft und rannte wie bescheuert und macht einen Kopfsprung durchs Fenster. Er rannte sofort hinterher und bekam mich noch am Bein zu fassen. Ich schlug mit dem anderen wie bescheuert nach ihm und versuchte dabei auch so viel Bewegung wie möglich mit meinem ganzen Körper zu machen, damit sein Griff sich irgenwie löste und ich schaffte es, ich fiel so ganz komisch mit dem Kopf zuerst, kerzengerade nach unten, versuchte dabei meinen Kopf aber noch zur Seite zu legen, damit ich mir nicht den Schädel brach und kam dann mit der linken Gesichtshälfte auf und prellte mir die Schulter ziemlich doll. Aber ich rannte sofort los wie bekloppt (und damals wohnte er in so einer total spiessigen Rentner-Gegend mit lauter Einfamilienhäusern und Gärtchen) und suchte ein Versteck. Was ich dann auch in einem Garten fand unter lauter Tannen. (es war schon spät in der Nacht) Ich war fix und alle, weil mich das alles so viel Kraft gekostet hatte. Er suchte mich. Rief immer wieder meinen Namen, extra ganz lieb und nett und immer: ‚Es tut mir leid. Ich wollte Dir doch nur Angst machen. Ich bin auch so bescheuert. Es tut mir so leid. Komm zurück..Ich kann doch sonst nicht leben.‘ So reagierte er komischer Weise immer, wenn er so ausflippte und das zur Folge hatte, daß ich vor ihm davonlief. Er war danach total lieb, stellte sich selbst als total verrücktes Arschloch hin, das aber ja nur Angst machen wollte. Und daß ich das doch wohl nicht geglaubt hätte??? Und daß ich doch wohl nicht denken würde, daß er zu sowas fähig ist. Aber ich wusste seit der Nacht damals: er ist, zumindest wenn er SO drauf ist, dazu fähig. Absolut und ohne jeden Zweifel. Wenn er in eine ganz bestimmte Stimmung kam, die bei ihm auch durch ganz bestimmte Dinge ausgelöst wurde, dann wurde er von jetzt auf gleich ein anderer Mensch, der sich absolut nicht mehr unter Kontrolle hatte und nur noch von seinen verletzten Gefühlen beherrscht war, mit denen er nicht umgehen kann. Und was mir sehr schnell auffiel und sich bei mir einbrannte waren seine Augen, wie die dann aussahen. Krank. Als wär da ein verwundetes Tier drin, das in Panik handelt..in Panik ‚um sich beisst‘ und nicht weiß was es tut. Absolut zu 100% wie Dr.Jekyll und Mr. Hyde. 2 Menschen in einem Körper.
          Irgendwann reichte nur noch ein Blick in seine Augen und ich wusste: ‚Sei vorsichtig.‘ Irgednwann wusste ich aber auch einfach, welche Situationen ihn zum Ausrasten brachten. Jeder Satz, der aus seiner Sicht irgendwie suggerieren könnte, daß ich ihn nicht liebte. (Das dauerte lange bis ich dahinter stieg. Denn für normale Menschen, waren das ganz einfache Sätze, die NIX suggerierten, die man halt einfach mal so sagt, beim Fernseh gucken oder wenn man sich unterhält und weil ich das lange nicht als Auslöser verstand, wirkte es in solchen Momenten immer so, als würde er aus heiterem Himmel ausrasten. Aber irgendwann merkte ich, es ist das was ich gesagt hatte. Irgendeinen belanglosen, harmlosen Satz deutete er so, daß er bedeutet daß ich ihn ja doch gar nicht liebte. Und jede Situation, die er nicht direkt beeinflussen konnte, wie z.B. ich geh zu einer Freundin oder sonst wo hin. Das war auch immer eine potentiell gefährliche Situation, die sehr sehr shclimmes anch sich ziehen konnte. Er sgate mal, wenn ich weg bin, dann flippt er innerlich aus und daß man aber seinen Partner ja weggeheen lassen muss, und deswegen versucht er das dann zu unterdrücken und er versucht sich dann Sicherheit zu geben, indem er wisssen will, wann ich wieder zurück bin. Damit beruhigt er sich dann, wenn ich weg bin, so nach dem Motto: In 2 Stunden ist sie wieder da. Und dann schaut er alle paar Minuten auf die Uhr, kann sich auf nix konzentrieren. Und wenn es dann 1 Minute später als 2 Stunden ist, dann fühlt er sich im Sich gelassen und verlassen und dreht durch und vor allem fühlt er sich dann, als hätte man sein Vertrauen missbraucht. Er wisse auch, daß das alles nicht normal ist und daß er irgendwie krank ist. (Damals war das alles immer für mich, als würde er ja einsehen wie er ist, und versuchen sich zu ändern. Aber heute weiß ich, daß er solche Dinge immer nur gesagt hat, wenn er vorher ausgerastet ist und ich weggelaufen bin. Also falsche Reue, um mich zu beeinflussen und zu besänftigen.) Jedenfalls ist es seit ca. 4 Jahren nun schon so, daß er NIX mehr einsieht. Denn es passieren ja auch keine krassen Situationen mehr. Denn er hat mich ja absolut unter seiner Kontrolle. Allein deswegen ist er heute ’nur noch‘ auf psychische Gewalt aus. (Aber in einer Art und Weise, das ist unglaublich. Auch wieder wie ich es mir niemals hätte vorstellen können, daß es so einen menschen überhaupt geben kann. Und wo ich mich frage: WIE wird man so???) Die körperliche Gewalt hat er in den ersten Jahren bis zum Exzess bei mir betrieben, um mich gefügig zu machen. Ja..um mich regelrecht zu konditionieren. Auch das psychische benutzt er zur Kondiotionierung. Sein tägliches Liebelingsspiel ist es z.B., alles was ich ihm jemals im Vertrauen erzählt habe, alles schlimme was mir in meiner Kindheit angetan wurde (von meiner Mutter) und worunter ich heute noch sehr sehr leide, gegen mich zu verwenden. In dem Moment wo ich ihm all die Dinge damals erzählt habe, wo ich noch dachte wir hätten ja so eine tolle Beziehung, weil er mir wirklich alles von sich sagt und ich ihm auch alles von mir sagen kann und wo er mich getröstet hat und ‚für mich da war‘ habe ich ihm unbewusst das nächste in die Hand gespielt, womit er mich fertig machen kann.
          Und bei der nächsten Gelegenheit sah ich dann was für ein Monster er auch in der Beziehung war. Die schlimmsten Dinge, die ich ihm erzählt hatte, das Innerste was ich ihm von mir angeboten hatte, zog er in den Dreck, indem er sich auf die Seite meiner Mutter stellte, wenn er mal wieder sauer war oder ihm was nicht passte und Dinge sagte wie: ‚Die hat schon Gründe gehabt, daß sie so mit Dir umgegangen ist.‘ ‚Wenn Du anders wärst, dann wären menschen nicht so zu Dir.‘ ‚Denkst Du die eigene Mutter eines Kindes würde ihr Kind freiwillig so behandeln, wenn das Kind normal wäre?‘ ‚Bei Dir kann man einfach nicht anders.‘ Ich wette wenn ich der alles erzählen würde, die würd mir noch auf die Schulter klopfen und sagen, gut gemacht. Endlich hat mal jemand erkannt, was die braucht.‘ (Meine Mutter hat nämlich wirklich, als ich noch Kontakt hatte, Dinge zu mir gesagt wie: ‚Du brauchst einen Mann, der Dir richtig in die Fresse schlägt.‘ Ich hatte so eine schreckliche Mutter. Im Grunde hatte ich keine Mutter,denn sie war nie eine Mutter für mich. Zwischen ihm und ihr, sind sehr viele Parallelen. Und ich leide da heute noch sehr drunter unter meiner Kindheit. Deswege sind diese verbalen Aussetzer von ihm, für mich noch schlimmer. Ich kann gar nicht beschreiben, wie psychisch fertig mich das macht. Wie mir das die Kraft aussaugt. Ja genau, dieser Mann saugt mir sämtliche Kraft aus.
          Und ich Danke Dir, Magdalena und den anderen, die mir geschrieben haben. ich werde in jedem Fall amchen was Du sagst Magdalena und das Buch lesen. Ich hab mich gerade auch in dem Forum hier angemeldet. Zum 3. Mal. Die beiden ersten Male hatte ich mich angemeldet, aber dann nicht mehr getraut, weiter zu gehen aus irgendeiner Angst heraus. Welche weiß ich aber nicht. Ich hoffe, ich werde diesmal endlich schaffen den Schritt weiter zu gehen.
          Ich bin ein Mensch,dem gute Bücher schon viel geholfen haben, deswegen werde ich in jedem Fall so bald wie möglich das Buch lesen, das Du empfohlen hast.
          Ich bin so froh, daß Ihr geantwortet habt, daß macht mir viel Mut. Und ja, es sind vor allem finanzielle Gründe, weswegen ich noch nicht gegangen bin. Und vor allem aber auch die Tatsache, daß ich es schon mehrere Male wirklich versucht habe, aber er hat mich immer gefunden. Und ich verhalte SOFORT und augenblicklich in alte Verhaltensmuster, sobald er vor mir steht oder ich nur weiß, er hat mich gefunden ujnd ist in der Nähe. Dann kommt eine Angst über mich und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, eben weil ich weiß, es wird ihn NICHTS abhalten und die Polizei kann auch nicht wirklich etwas machen. Denn die Polizei war schon mherere Male im Spiel. Und es gab mehrere einstweilige Verfügungen, aber da stört der sich kein Stück dran. Er kommt trotzdem, kloppt die Tür, ein oder das Fenster und mich kloppt er dann zusammen. Es gibt NIX was ihn aufhält.
          Als er im Knast war, wegen Widerstandes gg die Staatsgewalt (mehrere Male, weil ich und die Nachbarn mehrmals Polizei verständigten), da war ich so froh, weil ich meine Chance gekommen sah. Aber er schaffte es, daß er in den offenen Vollzug kam und der war ganz in der Nähe bei uns, so daß er nahezu täglich auf der Matte stand.
          Also dazu muss ich wirklich mal sagen, daß Frauen, die einen wirklichen Psycho als Ex oder Lebensgefährten haben, der vor nix zurückschreckt und sich zur Lebensauffgabe gemacht hat, diese Frau unter keinen Umständen loszulassen, und auf alles scheisst, solche Frauen sehen wirklich so allein und hilflos da..denn die Polizei kann in diesen Fällen nix machen als, einstweilige Verfügung (die ja nicht beachtet wird) und danach Polizeigewahrsam. Ja toll. Dann ist der 24h in PG und dann steht er wieder auf der Matte. Bis dann wirklich mal sowas passiert wie eine Gefängnisstrafe vergeht sehr viel Zeit. Denn bis jetzt hab ich noch nicht erlebt daß die 1. Anzeige zu einer Gefängnisstrafe führt. Und sogar wenn er deswegen schonmal gesessen hat, müssen sich in der regel, wenn er keine Bewährung hat, erst wieder mehrere Anzeigen anhäufen, bis etwas passiert. Und wenn ich im Frauenhaus war. Extra schon in einer anderen Stadt, selbst da hat er Wege gefunden, mich zu finden (sein Vater und seine Mutter arbeiten beide bei der Stadt). Bis jetzt hat er mich IMMER gefunden. Und ich weiß auch, daß es für ihn keinen anderen Gedanken im Kopf gibt, wenn ich weg bin. Er würde erst Ruhe geben, wenn er mich gefunden hat oder ich tot bin.

          Ich hab einen Teil der Erlebnisse mit ihm aufgeschrieben, für andere Frauen in ähnlichen Situationen. Auch in der Hoffnung, daß es mal eine liest, die auch so einen hat, dem wirklich alles egal ist, den nichts beeindruckt oder einschüchtert, die auch shcon mehrere Versuche hinter sich hat woanders neu anzufangen, aber immer von ihm gefunden wurde. Und die auch von ihrem Mann so dermaßen traumatisiert wurde, daß sie solch eine tiefsitzende Angst vor ihm hat, daß diese Angst (vor allem Hoffnungslosigkeit, wenn man sieht, er hat’s schon wieder geschafft) sie sofort beherrscht und sie alles tun lässt was er will, sobald er wieder in ihrer Nähe ist. Und die es aber TROTZDEM irgendwann geschafft hat, von ihm loszukommen und wieder glücklich zu werden. Wenn solch eine Frau meine Geschichte mal lesen sollte hier. Dann bitte melde Dich. Denn ich hab die Hoffnung aufgegeben daß ich diesem Mann entkommen kann, solange ich in diesem Land bleibe oder meinen Namen trage.

          Eins wollte ich noch erwähnen, Männer die Frauen so behandeln wie er mich, die müssen gar nciht aussprechen, was sie von der Frau erwarten, was sie nicht tun soll oder so. Die Frau merkt es von ganz allein an seinen Reaktionen auf bestimmtes Verhalten/bestimmte Aussagen. Sie erziehen sich ihre Frau durch körperliche und psychische Qual und man istb am Ende nur noch eienb einzige Reaktion auf diesen Mann. Das eigene Ich ist nicht mehr vorhanden. Das hat er verdrängt. Sein Willen hat sie quasi übernommen…was für Monster müssen diese Männer sein? (Obwohl gibt bestimmt auch Frauen, die so sind. Vielleicht weniger körperlich/aber psychisch bestimmt.)
          Und an die Frauen, die jetzt denken: Wenn man’s mit sich machen lässt?

          Genauso habe ich früher auch gedacht. Und ich habe einem Mann mal direkt den Laufpass gegeben, als er anfing sich ähnlich zu verhalten wie mein jetziger (das war vor meinem jetzigen). Soroft war dieser Typ für mich gestorben. Aber ich bin mir heute absolut sicher, daß JEDE Frau/jeder Mensch in diese Situation kommen könnte, es kommt nur drauf an um welches Gegenüber es sich handelt. Solche Menschen wie mein jetziger ‚Mann‘ die loten ganz genau Deine Schwächen aus, akribisch erspüren sie, womit sie Dich kriegen und haben sie das einmal gefunden, dann verirrt man sich in diesem kranken Psychoterror, diesem Berg aus den eigenen Traumata wie in einem Labyrinth und ganz besonders drauf haben es solche Menschen, daß man sich selbst dafür verantwotlich fühlt und man immer kleiner wird, bis man ganz verschwunden ist.

          Danke Magdalena und allen anderen, die mir geschrieben haben. Ich hoffe so sehr, daß ich die Kraft finden werde. Ich fange mal mit dem Buch an: Wenn Frauen zu sehr lieben. Ich hab den Titel schonmal gehört.

          An alle, die selbst in solch einem Terror stecken. Gebt nicht auf. Irgendwann findet ihr die Kraft. Ich sag mir immer, daß auch irgendwan eine Gelegenheit finden werde.

          Und nochmal an Magdalena: Was Du über meine Kinder schreibst .. ich weiß daß Du da absolut Recht mit hast. Ganz bestimmt ist ihre Kindheit nicht unbeschwert. Ich habe sehr große Angst um sie. Es gibt aber Gründe, weshalb ich denke, daß ein anderes Leben, also ein Leben ohne ihn, noch schlimmer sein könnte für die beiden.
          Ich war so dumm. Es kann sich keiner vorstellen, wie sehr ich mir wünschen würde, die Zeit nochmal zurückzudrehen, VOR ALLEM wegen meiner Kinder.

          Alles Liebe und nochmals Danke.

          • Liebe Leelith,
            ich finde deine Geschichte echt sehr traurig und wie ein Horrorfilm, der 2. teil mit der psyhischen Gewalt ,so war meiner auch,aber ich begriff es nicht…….es ist soviel passiert,er zog auch meine eigene mutter auf seine Seite,mein damaliger Sohn zog aus wegen ihm,mit 12 , ich begriff nix……….ich zog dann weg und damit hatte ich die Chance zu mir zu finden,in deiner
            Situation ,weiß ich gar nicht was ich dir raten könnte.
            ich wünsche mir für dich , das du betest,für dich !! bitte um Hilfe,das du erkennen möchtest, was du wert bist, bitte Erzengel Michael um Hilfe,auch wenn du erst mal nicht an sowas glaubst,ist das ein erster Schritt zu dir selbst, lies viel ,sieh doch bitte das du ein wertvoller Mensch bist, so wie deine Mutter schon sprach (bei mir war es ähnlich) da kann man ja wenig von sich selber halten!
            Aber du bist ein wertvoller Mensch,der sowas nicht sein ganzes Leben erleben braucht,
            Du weißt was er macht, Du kennst dein Leben anders, ich wünsche dir die Erkenntnis das Du schaffen kannst , da raus zu kommen, TU ES FÜR DICH und dadurch für deine Kinder! Angst ist ein großes Thema,aber auch die Angst vor ihm wird schwinden,ich habe vor meinem keine Angst mehr,um so stärker man wird und um so mehr man weiß was man wert ist ,um so mehr man sich selber liebt umso weniger wird die Angst !
            Leelith bist du schon hier in dem Forum angemeldet? Es gibt da auch Geschichten von Frauen , die es da raus geschafft haben , vielleicht hilft Dir dies auch um DICH ZU ERKENNEN und Kraft zu schöpfen, aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, sich zu trennen war das beste für mich und die Kinder, mit so einem Vaterbild sollen sie nicht aufwachsen und wie auch bei dir ist es bei mir in der ganzen Familie schon zurück zu führen,das zog sich bis zu uns Kindern , egal ob es um Aggressivität oder sex. Missbrauch ging, als ich diese scheiß Familienangelegenheit erkannte, schwor ich mir ,das es bei mir Schluss ist und meine Kinder nicht dieses nenne wir es von mir aus Karma, weiterführen oder gar sie es auflösen müssen nein , das tue ich ihnen nicht an, bei mir ist Schluss!! Auch wenn der Weg schwer ist , die Dinge zu erkennen und dann völlig zu ändern , eben durch andere Wege als die gewohnten der ganzen Familienahnen, dann ist es eben schwer, mir egal…Hauptsache der Spuk hat ein Ende und führt sich nicht über die Kinder ,weiter bis zu den Enkeln von mir!
            Leelith überdenke dir noch einmal deine ganze Situation , ich hatte Tränen in den Augen bei deiner Geschichte , sei es Dir wert und entwickle ungeahnte Kräfte in Dir, ein Mensch kann nur soviel Macht über dich haben , wei du ihm gibst……..das habe ich gelernt in den letzten 2 Jahren ………… ich wünsche dir MUT für Dich und dein Leben !
            Meld dich doch im Forum an , kostet nichts und bringt sicher was !!
            In Liebe Yvonne

          • Mist, ich kann nicht direkt auf Deinen Beitrag antworten, Yvonne. Ich hoffe, Du wirst trotzdem benachrichtigt, wenn ich einfach auf meinen eigenen antworte. Unter Deinem ist kein ‚Antworten-Button‘.

            Hallo Yvonne, und ganz ganz, ganz lieben Dank für Deine Antwort. Und ja ich glaube an Gott. Meine Eltern haben mich zwar nicht taufen lassen, was ich soo schade finde, aber ich beschäftige mich in letzter Zeit mit den 7.Tag-Adventisten, die haben eine Erwachsenentaufe, aber eigentlich beschäftige ich mich vor allem mit ihnen, weil die 7.Tag Adventisten irgendwie am meisten gemein haben mit meinem Glauben. Ich finde mich dort sehr wieder. Und ich habe letztens auch entdeckt, daß es sie eine Gemeinde in unserer Nähe haben. Ich würde sehr gerne Kontakt zu ihnen aufnehmen, aber weil ich selber nie getauft war, habe ich nie wirklich mit Kirche/einer Gemeinde im dem Sinne zu tun gehabt und frage mich, wie das überhaupt so ablaufen würde. Aber eins kann ich sagen, trotz allem was ich in meinem Leben erlebt habe, und das war schon in meiner Kindheit wirklich schlimm, hatte ich IMMER, von klein auf, einen sehr sehr starken Glauben an Gott. Bis vor einigen Jahren, war ich mir immer sicher, daß Gott mich liebt und weiß wer ich wirklich bin. Nur komischerweise, seit ca. 8-10 Jahren hat sich das geändert. Ich fühle mich verlassen und bin mir nicht mehr so sicher, daß er mich liebt. Warum, kann ich gar nicht wirklich erklären. Manchmal glaube ich, daß das mit meiner seelischen Verfassung zusammenhängt. Früher wusste ich, Gott hat Gründe mich zu lieben, er liebt mich weil ich versuche ein guter Mensch zu sein, und ich fand es immer schlimm, wenn Menschen sagten: ‚Wie kann es Gott geben, wenn es doch so viel Schlimmes auf der Welt gibt. Gäbe es Gott, dann gäbe es nicht all die schlimmen Dinge.‘ Ich hatte immer Gegenargumente und fand es irgendwie schlimm, wenn man so dachte. Ich antwortete vor allem immer damit, daß Gott dem Menschen einen freien Willen gegeben hat, und daß Gott nicht dafür verantwortlich ist, was der Mensch tut. Wozu soll es Menschen geben, wenn sie Marionetten von Gott wären, wozu wäre dann das Leben da? Und Gott lastet jedem nie mehr auf, als dieser tragen kann, wenn Gott Dir viel aufbürdet, dann weil er denkt, daß Du ein starker Mensch bist.‘ Und wenn dann jemand antwortete: ‚Aber wieso lässt Gott Menschen an schlimmen Krankheiten sterben, wieso hat er meine Mutter an Krebs sterben lassen?‘ (Das fragte mich mal ein 11-jähriger Junge.) Da habe ich geantwortet, daß Gott manche Menschen früher bei sich haben will, als andere und daß sie ihre Aufgabe auf dieser Erde schon getan haben. Daß seine Mutter so ein besonderer Mensch war, den Gott dringend bei sich brauchte und man sich ja immer wieder sieht, nach dem Tod.‘
            Da fällt mir gerade eine so schöne Geschichte ein, die ich mal las, die muss ich Dir unbedingt hier posten, vielleicht kennst Du sie schon, jedenfalls gibt sie mir viel Kraft:

            Die Zwillinge im Mutterleib

            Es geschah, dass in einem Schoß Zwillingsbrüder empfangen wurden. Die Wochen vergingen und die Knaben wuchsen heran. In dem Maß, in dem ihr Bewusstsein wuchs, stieg die Freude.

            „Sag, ist es nicht großartig, dass wir empfangen wurden? Ist es nicht wunderbar, dass wir leben?“ Die Zwillinge begannen ihre Welt zu entdecken.

            Als sie die Schnur fanden, die sie mit ihrer Mutter verband und die ihnen die Nahrung gab, da sangen sie vor Freude: „Wie groß ist die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt!“

            Als aber die Wochen vergingen und schließlich zu Monaten wurden, merkten sie plötzlich, wie sehr sie sich verändert hatten.

            „Was soll das heißen?“ fragte der eine.

            „Das heißt“, antwortete der andere, „dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald seinem Ende zugeht.“

            „Ich will doch gar nicht gehen“, entgegnete der andere, „aber vielleicht kommt noch irgendetwas nach der Geburt!“

            „Wie könnte das sein?“ fragte zweifelnd der erste, „wir werden unsere Lebensschnur verlieren, und wie sollten wir ohne sie leben können? Und außerdem haben auch schon andere vor uns diesen Schoß hier verlassen und keiner von denen ist zurückgekehrt und hat uns gesagt, dass es noch irgendeine Hoffnung gibt! Nein, die Geburt ist das Ende!“

            So fiel der eine von ihnen in tiefen Kummer und sagte: „Wenn unser Leben mit der Geburt endgültig endet, welchen Sinn hat es denn dann gehabt? Gar keinen! Womöglich gibt es gar keine Mutter hinter alledem“.

            „Aber sie muss doch existieren“, prophezeite der andere, „wie sollten wir sonst hierher gekommen sein. Und wie konnten wir am Leben bleiben?“

            „Hast du je unsere Mutter gesehen?“ fragte der eine. „Womöglich lebt sie nur in unserer Vorstellung. Wir haben sie uns erdacht, weil wir uns dadurch unser Leben besser erklären können“.

            „Doch manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…“

            So waren die letzten Tage im Schoß der Mutter gefüllt mit vielen Fragen und großen Ängsten. Schließlich kam der Moment der Geburt. Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sie die Augen und was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume…
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            Ist das nicht eine schöne und Hoffnung machende Geschichte? Ich liebe diese Geschichte.

            Jedenfalls..nochmal zu Gott. Ich finde es so schlimm daß es so ist, aber seit ein paar Jahren ist meine Reaktion und das was ich fühle, wenn ich ganz intensiv an Gott denke, eine ganz andere als früher. Wenn ich früher auf diese Art Kraft schöpfte, und einen unerschütterlichen Glauben daran hatte, daß er mich wirklich liebt und an meiner Seite ist, fühle ich seit ein paar Jahren nur Verzweiflung und so ein Gefühl des Verständnisses für ihn, daß er nicht an meiner Seite sein kann und mir nicht helfen kann und wird und ich fang dann immer bitterlich an zu weinen und entschuldige mich bei ihm/Gott dafür, daß ich der Mensch bin, der ich bin. (Oh Gott, Menschen die nicht an Gott glauben, sind jetzt überzeugt, daß ich einen an der Klatsche habe. Aber egal.. so ist es nunmal .. ich glaube an Gott, und früher dachte ich er glaubt auch an mich, aber anscheinend denke ich das nicht mehr. Und das find ich wirklich schlimm, einmal Gott gegenüber und vor allem, weil ich wenigstens das hatte. Aber da fällt mir ein, daß es mal eine Zeit gab, da kam das alles wieder. Da hatte ich langsam aber sicher dasselbe Denken und Fühlen wie ich es früher bezüglich Gott hatte. Und zwar war das, wo ich mich das erste Mal versucht habe von DEM Mann zu trennen. Da habe ich ihn 3 Monate nicht gesehen und konnte mein eigenes Leben leben. Da bin ich so aufgeblüht und habe plötzlich wieder Gottes Gegenwart gespürt, wie früher. Überall um mich herum. Ich hatte so viel Elan und war wieder Ich. Tja, bis ER mich dann gefunden hat und der Terror wieder losging. Jedenfalls .. in DER Zeit, da war wieder alles wie früher, ich fühlte .. Gott ist bei mir und hat mich doch nicht verlassen. Das ist auch der Grund, weswegen ich denke, daß das vielleicht mit meiner Verfassung als solches zu tun hat, in dieser ‚Beziehung‘ eben.
            Wären meine Kinder erwachsen und ich wär in dieser Situation würde ich sofort ins Kloster gehen. Vielleicht hört sich das bescheuert an für Dich, aber das wär absolut meine Sache, nachdem was ich alles erlebt habe und nachdem ich mich eingehend darüber informiert habe. Aber meine Kinder brauchen mich noch und mit in ein Kloster nehmen kann ich sie auch nicht. Denn eins weiß ich, WENN ich das alles jemals hinter mir haben werde: Ich werde NIEMALS mehr mit einem Mann zusammen ziehen. Ich werde auch unter Garantie sehr, sehr, sehr lange, bis niemals mehr eine Beziehung eingehen. Und wenn (was ich absolut bezweifle) dann werd ich mich niemals mehr in eine Situation begeben, die Abhängigkeit zur Folge haben könnte. Ich werde nur noch MEIN Leben leben und für meine Kinder da sein. Aber ich habe sooo dermaßen die denkbar schlechtesten Voraussetzungen. U.a. habe ich einfach niemanden, der mir helfen könnte. Meine Eltern kann ich gleich vergessen. Meine Mutter würde mich nur auslachen und sagen, bleib da mal schön, der tut Dir nur gut. Und mein Vater ist meiner Mutter sowas wie hörig und würde sich niemals trauen etwas gegen sie zu sagen. Selbst WENN er ganz anders denkt und in seinem Inneren ein herzensguter Mensch ist.
            Sorry, daß ich immer so viel schreibe, aber diese Postings hier, sind meine einzige Möglichkeit mich darüber zu unterhalten und überhaupt mal über all das zu reden.

            Also ich bin seit heute im Forum freigeschaltet. Nur unter einem anderen Nicknamen, weil mir eingefallen ist, daß er diesen Nickname hier eigentlich kennen KÖNNTE. Und der spioniert mir ja immer mal so Stichproben-artig hinterher. Deswegen heiße ich da anders. Wie heisst Du denn im Forum?
            (Ich hab heute meinen ersten und bis jetzt einzigen Beitrag geschrieben im Forum, heute Morgen recht früh, auf den Beitrag einer Frau, die es bald hinter sich hat und die diesen Beitrag auch heute Morgen gegen kurz vor 9 geschrieben hat. Ich werde da jetzt besser nicht allzu genau. Soll man ja nicht, laut Forenregeln. Ich erzähl Dir das nur, falls Du (verständlicher Weise) Deinen Foren-Namen auch ned gern hier nennen magst und so könntest Du mich dann vielleicht finden. In meinem Beitrag erwähne ich auch, daß ich ganz neu bin.)

            Ganz ganz liebe Grüße Yvonne und nochmal allerliebsten Dank.

            Ganz, ganz lieben Dank, Yvonne, für Deine lieben Worte. Das bedeutet mir so viel und ich habe mich sehr gefreut, heute schon eine Antwort auf das zu sehen, was ich gestern schrieb. Ich werde Deine Ratschläge, auch das mit dem Beten und dem Erzengel Michael in jedem Fall beherzigen.
            Ich bin so froh, daß es diese Webseite gibt.

    • Hallo, ich habe auch deinen Post gelesen.. Ist wirklich sehr schlimm was du beschrieben hast, kann ich aber sehr gut nachvollziehen, das deinem Mann alles gelingt. Schein ist in unserer heutigen Gesellschaft eben soo viel mehr als Sein. Darf ich dich fragen, hast du schon mal gebetet? Bzw. glaubst du an Gott? Wäre es dir Recht wenn ich für dich beten würde?

  12. Omg ich bin schokiert das es das so extrem gibt… ich glaube mein freund hat selber ein paar punkte die aufgezählt wurden aber zum glück nur solche die man besprechen kann…. trotzdem ich bin schokiert das es das so schlimm gibt, da fallen mir ein paar freunde ein die wahrscheindlich solche züge haben und einsetgten bei den partnern ..

  13. Zum Thema psychische und körperliche häusliche Gewalt:

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/degs-studie-auch-maenner-werden-in-beziehungen-opfer-von-gewalt-a-902153.html

    Es muss langsam mal ein umdenken stattfinden. Frauen sind oftmals nicht die Opfer sondern die Täter! Und meist ist es psychische Gewalt der Frauen, die zu körperlicher Gewalt der Männer führt, da diese meist über eine nicht so starke psyche verfügen und sich dann nicht anders zu helfen wissen.

  14. Hallo, auch ich habe das hinter mir. Komisch. Erst nachdem ich ihn verlassen habe, kapiere ich so langsam, was ich all die Jahre durchgemacht habe… Er ist auf der Suche nach einem neuen Opfer und hat eine nach der anderen…
    Mir tut die Frau jetzt schon leid, die bei ihm „hängen“ bleibt….

  15. Hallo Bilbo, Gewalt gegen Männer ist ein absolutes Tabuthema in unserer Gesellschaft. Ein empfehlenswertes Buch zu dem Thema: Mythos Männermacht von Warren Farrell. Auch wenn das Problem totgeschwiegen wird: Du bist keineswegs allein damit. Ich habe vielerlei Beispiel unter Arbeitskollegen, Bekannten und in der Familie. Alles Gute Dir!

  16. Meine Güte, als ich das hier las, wurde mir Schlagartig bewusst, mit welchem weiblichen Monster ich 25 Jahre meines Lebens geteilt habe….ich leide heute noch darunter….mein Problem ist nur…als Mann gibt es keine Unterstützung von der Gesellschaft ….die Folgen nach der Trennung gesellschftlicher exitus…

    • …es sind immer zwei Menschen , die dieses Spiel spielen. Leider.

      • Liebe Silke B.,

        victim blaming, much?

        Siehe auch: Antwort auf den Kommentar von „Matthias“ bzw. den darin erwähnten Unterschied zwischen situativer Gewalt in der Paarbeziehung und häuslicher Gewalt.

      • Silke, – dein kurzer Klischee – Kommentar ist völlig daneben. In deiner „Unwissenheit“ ist dir anscheinend
        überhaupt nicht klar, welcher Typ Mann/Mensch, – man nennt sie auch „Unmensch“- hier angesprochen
        wird. Vielleicht solltest du diesen HILFREICHEN Artikel noch eimal genauer lesen.
        Lasse es aber, wenn du garnicht weißt, worum es sich handelt. Mit einem „BEIDERSEITIGEM SPIEL“
        hat DAS nichts zu tun PUNKT!

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  1. […] […]

  2. […] 3: Über emotionale Gewalt […]

  3. […] das war ja Manipulation und emotionale Gewalt vom Feinsten . Vielleicht hilft dir folgender Link: emotionale Gewalt verstehen Manchmal muss man es einfach nur verstanden haben, damit man wieder den Blick frei bekommt . […]

  4. […] und unterkühlt. Es war sehr stressig und wir stritten uns oft. Kaum in seiner Wohnung eingezogen, ließ er mich mit all den Möbeln und Kisten allein. Während er sich anderweitig beschäftigte, habe ich ganz allein sämtliche Möbel in der Wohnung […]

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