Frauenhäuser

 

Zitiert aus dem Internetauftritt von Frauenhauskoordinierung e.V.:

 Frauenhäuser sind im Hilfessystem die einzigen Einrichtungen, die betroffenen Frauen und deren Kindern – neben Beratung und Unterstützung – vor allem Schutz und Unterkunft zu jeder Tages- und Nachtzeit bieten.

In den Frauenhäusern können gewaltbetroffene Frauen zur Ruhe kommen, erhalten Beratung und Hilfe in der Krisensituation. Sie können sich informieren über finanzielle und soziale Hilfen. Die Mitarbeiterinnen unterstützen die Frauen bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven durch Beratung und Begleitung und helfen ihnen, ihre Rechte und Interessen wahrzunehmen. Die Frauenhäuser stehen Frauen aus allen Kulturkreisen offen. Über die Dauer ihres Aufenthaltes im Frauenhaus entscheiden die Frauen.

In den meisten Frauenhäusern stehen den Kindern der Frauen ebenfalls Mitarbeiterinnen zur Verfügung. Sie halten verschiedene Angebote für die Mädchen und Jungen   vor und bieten ihnen auch Gespräche an. Mütter können sich in Erziehungsfragen gleichfalls an die Mitarbeiterinnen wenden.

Die Bewohnerinnen der Frauenhäuser organisieren ihr Leben im Haus selbständig.

Nach dem Auszug aus dem Frauenhaus ist eine nachgehende Beratung möglich.

Viele Frauenhäuser unterhalten gleichfalls Frauenberatungsstellen und Interventionsstellen, an die sich alle gewaltbetroffenen Frauen wenden können, auch wenn sie den Schutz eines Frauenhauses nicht in Anspruch nehmen möchten.

Bei den Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser handelt es sich in der Regel um pädagogische Fachkräfte, häufig mit Zusatzausbildungen.

Quelle: Frauenhauskoordinierung e.V. – Hervorhebungen durch re-empowerment

 Ein Frauenhaus finden:

Auf der Website des Verbands frauenhauskoordinierung e.V. können Sie bundesweit nach Frauenhäusern in einer Datenbank suchen. Die Suche kann um zusätzliche Kriterien ergänzt werden, bspw. der Möglichkeit der Mitnahme von Haustieren, gesprochenen Fremdsprachen oder Rollstuhlgerechter Einrichtung.

 

Monströse Mythen über Frauenhäuser

Erfahrungsgemäß haben viele Betroffene ein verzerrtes Bild vom Konzept Frauenhaus, sei es, dass man dort nur bei lebensgefährlicher Misshandlung aufgenommen wird, dort nur „asoziale Frauen“ anzutreffen sind oder dass es dort „wie im Gefängnis“ zugänge. Folge: ein Frauenhausaufenthalt ist mit großer Angst besetzt und quasi undenkbar. Folge: Die Betroffene führt die Beziehung/Ehe zum Täter weiter, die ausgeübte Gewalt nimmt erfahrungsgemäß eher zu als ab.

Lesenswert für betroffene Frauen, die sich trennen wollen, aber durch das Gefühl der Überforderung angesichts der dann anstehenden Aufgaben gelähmt sind: Frauenhaus: Mythos und Realität – ein Zwiegespräch. Eine Moderatorin des re-empowerment Forums vergleicht ihre Frauenhaus-Erfahrung mit gängigen Vorurteilen.